Luftverschmutzung aus der Landwirtschaft

Bei Luftverschmutzung denken wir in erster Linie an Industrie und Verkehr und weniger an die „gesunde“ Landluft. Dabei trägt die Landwirtschaft seit der Intensivierung und der Einführung der chemischen Düngung in immer stärkerem Maße zur Emission von Luft- und Klimaschadstoffen bei. In Deutschland und Europa ist inzwischen die Landwirtschaft für die meisten Emissionen von Ammoniak (NH3) und Methan (CH4) verantwortlich.

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Die Landwirtschaft ist eine wichtige Quelle der Luftverschmutzung

Die Landwirtschaft verursachte 2012 mehr als die Hälfte der gesamten Methan-Emissionen und ca. 95 Prozent der gesamten Ammoniak-Emissionen Deutschlands. Der überwiegende Teil des Methans wird in der Viehhaltung freigesetzt. Die Düngeausbringung stellt die Hauptquelle für Ammoniak dar.

Ammoniak- und Methanemissionen sind Vorläuferstoffe für Ozon und Feinstaub – besonders gefährliche Luftschadstoffe für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Nach Angaben der europäischen Umweltagentur führt Luftverschmutzung zu fast 470.000 vorzeitigen Todesfällen in Europa. In Deutschland sterben jährlich über 73.000 Menschen an der erhöhten Feinstaubkonzentration (PM2,5) und 2.500 Menschen aufgrund der Ozonkonzentration vorzeitig.

Die DUH kämpft seit Jahren für saubere Luft in Deutschland und Europa und macht – anders als die Politik – dabei auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Mit ihren beiden Projekten „Methanminderung für kosteneffizienten Klimaschutz in der Landwirtschaft“ und der „Informationskampagne zur Minderung des Stickstoffüberschusses“ arbeitet die DUH an Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland. 

Kontakt

Copyright: DUH / Heidi Scherm

Dorothee Saar
Leiterin Verkehr & Luftreinhaltung
Tel.: 030 2400867-72
E-Mail: saar@duh.de

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