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"Intelligente" Stromnetze und Speicher sind ein Muss!

Schlaue Technik für die Energiewende

Energiewende bedeutet: Schluss mit fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Öl. Her mit Erneuerbaren aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Um diesen Wandel vollziehen zu können, müssen unsere Stromnetze ausgebaut und umgebaut werden. „Intelligente“ Stromnetze und Speicher sind dafür von zentraler Bedeutung. 

Strom kommt aus der Steckdose und das Licht geht an, wenn wir den Schalter drücken. Das ist für uns selbstverständlich. Damit das reibungslos klappt, muss die Energie erst vom Produzenten zum Verbraucher transportiert werden. Dafür sorgen Stromnetze. Diese werden im Zuge der Energiewende vor neue Herausforderungen gestellt: An immer mehr Standorten wird Energie aus Solar- und Windenergieanlagen, Biomasse- und Wasserkraftwerken produziert. Der Trend geht also von einer zentralen Stromerzeugung hin zu einer Dezentralisierung. Hinzu kommt, dass Erneuerbare Energien derzeit überwiegend im Norden und Osten Deutschlands bereitgestellt werden – die Energie aber in der ganzen Bundesrepublik verteilt werden muss. Und: Nicht immer weht der Wind oder scheint die Sonne. Dies führt dazu, dass die bereitgestellte Energie aus Erneuerbaren schwankt.

Im Zuge der Energiewende müssen auch die Stromnetze aus- und umgebaut werden.© thomaslerchphoto/Fotolia

Ein Netz, das mitdenkt

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss die Strominfrastruktur verändert werden. Ein wichtiger Bestandteil ist ein „Intelligentes Stromnetz“ (englisch „smart grid“). Dieses Netz denkt gewissermaßen mit. Ein Computer registriert die kommende Wetterlage, rechnet daraufhin aus, wie viel Strom aus Erneuerbaren Energien entstehen wird und wie hoch der Transportbedarf zu den Verbrauchern ist. Reicht die Kapazität des Netzes nicht aus, werden lokal zusätzliche, flexible Stromverbraucher zugeschaltet, Erzeugungsanlagen zurückgeregelt, oder Speicher befüllt. Das alles erfolgt automatisch.

Mit dem Umstieg auf Erneuerbare Energien werden später auch Energiespeicher immer wichtiger. Sie können den regenerativ erzeugten Strom speichern und speisen ihn aus, wenn Bedarf besteht. So ist gewährleistet, dass ausreichend Energie vorhanden ist – auch wenn gerade der Himmel bewölkt ist oder Windstille herrscht.

Die DUH im Einsatz für die Energiewende

Klimaschutz und Energiewende gehören zusammen. Nach dem Atomausstieg muss jetzt der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern eingeleitet werden. Nur so gelingt es, den Ausstoß von Treibhausgasen, die zur Erderwärmung beitragen, zu verringern. Um die Energiewende voranzubringen, begleitet die DUH seit vielen Jahren Infrastrukturprojekte für den Um- und Ausbau von Stromnetzen und die Installation von Speichern. Mit den Menschen vor Ort treten wir in den Dialog und beantworten Fragen zum Netzausbau und diskutieren, ob es sinnvolle Alternativen dazu gibt. Gemeinsam mit anderen Experten diskutieren wir, wie der Umbau unseres Energiesystems gestaltet werden kann. Wir arbeiten dabei nach der Maxime: So viel Netzausbau wie nötig und so wenig wie möglich. Gleichzeitig befassen wir uns mit den Auswirkungen von Erdverkabelungen auf die Natur. Die DUH setzt sich außerdem für die Dekarbonisierung von Wärme, Mobilität und chemischen Prozessen (Sektorenkopplung) ein.  Neben dem Aus- und Umbau unserer Stromnetze ist dies  ebenfalls zentral für das Gelingen der Energiewende und den Klimaschutz.

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