Wohin mit PUR-Schaumdosen & Energiesparlampen?

Testbesuche und Service-Check in kommunalen Sammelstellen

© Max Brehm / wikimedia

Die DUH hat in bundesweiten Testbesuchen im Herbst 2015 in 78 kommunalen Sammelstellen den Verbraucherservice zur umweltfreundlichen Sammlung und Entsorgung von Bauschaumdosen und Energiesparlampen unter die Lupe genommen. Dabei wurden Öffnungszeiten der kommunalen Sammelstellen, die mündliche Beratung, die Ausschilderung und ordnungsgemäße Getrenntsammlung beurteilt und in einem Ampelsystem dargestellt. Grün steht für einen guten bis sehr guten Bürgerservice, gelb für einen mittelmäßigen und rot für einen schlechten Service.

Warum ist ein guter Bürgerservice in kommunalen Sammelstellen wichtig?

Neben dem Handel, dessen Rücknahmeservice verbesserungswürdig ist (siehe Testbesuche der DUH in Baumärkten), sind kommunale Wertstoff- oder Recyclinghöfe zentrale Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger zur Entsorgung ihrer Abfälle. Damit Bürger kommunale Sammelstellen aufsuchen, muss die Rückgabe vor Ort unkompliziert, verbrauchernah und sachgerecht gestaltet werden.

Auch restentleerte Bauschaumdosen enthalten noch gesundheitsschädliche Reststoffe (Methylendiisocyanat) und alte Energiesparlampen technisch bedingt kleine Mengen Quecksilber. Deshalb müssen sie getrennt gesammelt und anschließend umweltgerecht entsorgt werden. Bei einem schlechten Bürgerservice der kommunalen Sammelstellen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich Verbraucher den Weg dahin sparen und ihre Abfälle einfach im Restmüll oder gelben Sack entsorgen. Das ist jedoch verboten, weil es die Schadstoffbelastung des Hausmülls erhöht und ein hochwertiges Recycling von Wertstoffen verhindert. Die DUH setzt sich deshalb für einen guten Bürgerservice bei kommunalen Sammelstellen und damit für mehr Recycling und Umweltschutz ein.

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