Weihnachtliches Festessen

Verbrauchertipps rund ums Kochen und Kühlen

An Weihnachten ist die Küche im Dauereinsatz. Mit unseren Tipps halten Sie die Stromrechnung klein –auch über die Feiertage hinaus.

Kühlen & Gefrieren

Nicht unterkühlen

Überprüfen Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks. Zum Kühlen genügen 6 bis 7°C und zum Gefrieren -18°C. Jedes Grad Kälte kostet etwa 10 Prozent Strom.

Eiszeit vermeiden

Tauen Sie Ihren Kühl- oder Gefrierschrank regelmäßig ab. Schon eine fünf Millimeter dicke Eisschicht erhöht den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent. Das Abtauen ist im Winter besonders bequem, da die Lebensmittel im Freien zwischengelagert werden können. Bei übermäßiger Eisbildung sollten Sie die Türdichtungen überprüfen.

Kein Tag der offenen (Kühlschrank-)Tür

Öffnen Sie die Tür nur kurz, da die eindringende warme Luft zusätzlich abgekühlt werden muss. Überlegen Sie deshalb vorher, was Sie herausnehmen möchten. Achten Sie auf Ordnung im Kühlschrank, so dass Sie das Gewünschte schneller finden.

Speisen vorher abkühlen lassen

Stellen Sie aus dem gleichen Grund keine warmen Speisen in den Kühlschrank oder das Gefrierfach, sondern lassen Sie sie vorher vollständig abkühlen – wenn machbar auf der Fensterbank oder dem Balkon.

Natürliche Kühl-Akkus

Nutzen Sie Gefrorenes als Kühl-Akku, indem Sie es rechtzeitig im Kühlschrank auftauen. Das ist nicht nur schonender für die Lebensmittel; dank abstrahlender Kälte muss der Kühlschrank weniger arbeiten. Außerdem spart man die Energie für das Auftauen im Topf, Ofen oder in der Mikrowelle.

Bei genügend Platz im Kühlschrank lässt sich dieser Effekt im Winter stetig nutzen: Lassen Sie bei niedrigen Außentemperaturen einfach zwei mit Wasser gefüllte Behälter auf dem Balkon gefrieren und anschließend im Kühlschrank wieder auftauen.

Abstand halten

Und wenn nach dem Weihnachtstrubel wieder Ruhe eingekehrt ist oder Sie den Jahresbeginn für räumliche Veränderungen nutzen wollen: Achten Sie darauf, dass Ihr Kühlgerät nicht neben Wärmequellen wie Herd, Heizung oder in direkter Sonneneinstrahlung steht. Lassen Sie auch genügend Abstand zur Rückwand für die Abwärme und decken Sie die Lüftungsöffnungen nicht ab. Wenn die Rückseite des Gerätes zugänglich ist, sollten Sie die Kühllamellen alle drei Jahre vom Staub befreien.

© Holzmann / DUH© Holzmann / DUH

Kochen und Backen

Effizienter als der Kochtopf

Wasserkocher erhitzen Wasser weitaus schneller und effizienter als ein Elektroherd, weil weniger Abwärme freigesetzt wird. Dabei sollte man nur die tatsächlich benötigte Menge erhitzen. Bei kleinen Mengen bis zu einem Viertelliter ist die Mikrowelle effizienter. Die Frühstückseier kochen Sie am besten im Eierkocher und sparen dadurch 50 Prozent der Energie im Vergleich zum Kochtopf.

Deckel drauf

Deckel nicht vergessen, denn sonst entweicht die Wärme, der Kochvorgang dauert länger und verbraucht dreimal soviel Energie.  Achten Sie darauf, dass die Deckel gut schließen. Glasdeckel sind besonders praktisch, so können Sie die Speisen auch ohne ständiges Öffnen im Auge behalten und sparen zusätzlich Energie.

Passend zur Herdplatte

Wählen Sie Töpfe und Pfannen passend zum Durchmesser der Herdplatten, damit keine Wärme verloren geht. Das Kochgeschirr darf ruhig etwas größer, aber auf keinen Fall kleiner als die Herdplatte sein, sonst gehen bis zu 20 Prozent Energie verloren.

Her mit dem Schnellkochtopf

Ab einer Garzeit von 20 Minuten lohnt der Einsatz von Schnellkochtöpfen. Sie sparen dadurch nicht nur die Hälfte der Kochzeit, sondern auch 30 bis 50 Prozent Energie.

Restwärme nutzen

Schalten Sie Elektrokochplatten und -backöfen schon einige Minuten vor dem Ende der Koch- bzw. Backzeit ab und nutzen Sie die Restwärme zum Fertiggaren oder -backen.

Mit Umluft sparen

Backen Sie mit Umluft statt mit Ober- und Unterhitze. So kann die Backtemperatur bei gleicher Gar-Dauer um 20 °C niedriger eingestellt werden. Außerdem können Sie mehrere Ebenen gleichzeitig nutzen, da die Temperatur überall gleich ist.

Backofen nicht vorheizen

Auch wenn es in vielen Rezepten angegeben ist: Für die wenigsten Gerichte ist ein Vorheizen wirklich erforderlich. Ausnahmen sind empfindliche Gebäckarten wie Blätterteig und Biskuit. Trotz Verlängerung der Backzeit um wenige Minuten spart der Verzicht auf das Vorheizen bis zu 20 Prozent Energie.

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