Weser-Erlebnis-Woche

Tatkräftiger Arbeitseinsatz für eine lebendige Holzminde

Unter Anleitung von Deutsche Umwelthilfe und Büro am Fluss renaturieren Schülerinnen und Schüler Abschnitte der Holzminde

Ausgerüstet mit Spaten, Spitzhacken und Arbeitshandschuhen machten sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Karlstraße sowie der Schule für Lern- und Geistigbehinderte in Holzminden jeweils am Mittwoch- und Donnerstag-Vormittag auf den Weg zur Holzminde entlang des Rad- und Fußweges „Kolibripfad“.

Nach dem Abriss einer Betonmauer sollte der Uferbereich von den Kindern und Jugendlichen naturnah gestaltet werden. Dazu mussten sie zunächst die Baustelle mit Absperrband sichern und Baustellen-Regeln erarbeiten. Erstaunt waren die Schüler/innen darüber, welche Gegenstände sie bei der anschließenden Müllsammelaktion aus dem Gewässer holten: Vom Auspuffrohr und anderen Autoteilen bis hin zu Plastikflaschen, Draht und Eternitplatten. „Das war ganz schön ekelig, aber ich hab’s für die Tiere getan“ stellte Jennifer fest.

Hand in Hand arbeiteten die Schüler/innen der Förderschule mit den Grundschüler/innen beim Abriss von Mauerresten, bei der Herstellung der Ufersicherung durch ein Weidenflechtwerk sowie bei der Bepflanzung des Ufers mit Erlen. Ein besonderes Highlight war die Anlage von Nisthilfen für Eisvögel. Auf der einen Ufer-seite wurde eine natürliche Steilwand weiter abgestochen und mit Eisenstangen Löcher hineingebohrt, um die Anlage von Brutnestern zu erleichtern. Auf der anderen Seite bauten die Kinder und Jugendliche eine künst-liche Brutröhre ins Erdreich ein – eine attraktive Motivation für weitere Beobachtungen.

Initiiert wurde dieses Projekt von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Büro am Fluss in Höxter, die gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Projektes „Gewässer(er)leben“ Renatu-rierungsmaßnahmen an der Holzminde durchführten.

Durch diese von der Naturschutzstiftung des Landkreises Holzminden und der Veolia Stiftung geförderte Maßnahme soll das Gewässer nicht nur für Tiere und Pflanzen sondern auch für Menschen wieder erlebbar werden. Unterstützung erhielten die Schüler/innen weiterhin vom Unterhaltungsverband Bever-Holzminde und der Firma Symrise, die für den Gewässerabschnitt der Holzminde zuständig sind. „Ursprünglich sollte die marode Mauer wieder instand gesetzt werden - durch das finanzielle Engagement von Veolia und der Natur-schutzstiftung ist jetzt ein erlebbares Renaturierungsprojekt entstanden“, zeigen sich Gabi Fiedler, Kevin Schulz (DUH) und Christian Schneider (Büro am Fluss) hocherfreut über die entstandenen Synergien aus Gewässerunterhaltung, Naturerleben und Naturschutz. „So macht Unterricht richtig Spaß“ bewertete Steven von der Förderschule die beiden Projekttage – „so etwas sollten wir öfter machen“. Das wäre ganz im Sinne der Initiator/innen, die dieses Projekt gerne fortführen möchten.

Kontakt

Copyright: Steffen Holzmann

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
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