Wir kämpfen für Sie!

Unsere Arbeit

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich bereits seit vielen Jahren für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz beim Umgang mit Elektro- und Elektronikgeräten ein. Schwerpunkte sehen wir in der Verringerung des Elektroschrottaufkommens, dem Ökodesign, der Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit sowie in der Sammlung und hochwertigen Verwertung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten. Die seit 24. Juli 2016 geltende Rücknahmepflicht der Vertreiber begleiten wir durch Öffentlichkeitsarbeit und kontrollieren ihre Umsetzung in der Praxis durch Rückgabetests und eine Bewertung der Verbraucherfreundlichkeit unterschiedlicher Rückgabeangebote. Anhand von Stellungnahmen, Pressemitteilungen, Interviews, der Teilnahme an Arbeitsgruppen oder Anhörungen vor dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages versuchen wir, Verbraucher und Marktakteure aufzuklären und verbesserte Regelungen im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) oder in anstehenden Gesetzesvorhaben, wie der Behandlungsverordnung (BehandV), zu erreichen.

© Marggraf/ DUH

Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe setzt das neue ElektroG dem Trend zu immer kurzlebigeren und schwerer zu reparierenden Geräten nichts entgegen. Die Wiederverwendung und Reparatur der Geräte wird nicht gefördert. Die in der Novelle vorgesehene Rücknahmepflicht der Vertreiber ist zu eng gefasst, kompliziert und wird nicht zu einer deutlichen Steigerung der Sammelmengen führen. Dazu müsste, wie bei Batterien, eine einfache Regel gelten: wer Elektrogeräte verkauft, muss sie auch zurücknehmen. Discounter bringen zum Beispiel in großer Menge Geräte mit häufig schlechter Qualität in Verkehr, müssen sich an der Rücknahme aber nicht beteiligen. Insgesamt hat das ElektroG mit seiner Einführung vor zehn Jahren zwar einige wichtige Verbesserungen erreicht, heute setzt es aber trotz der Novellierung den größten Umweltproblemen – dem hohen Abfallaufkommen und den geringen Sammelmengen –  nicht genug entgegen.

Das sind unsere wichtigsten Forderungen zur Rücknahmepflicht der Vertreiber:

  • Rücknahmepflicht für große ausgediente Elektro- oder Elektronikgeräte beim Neukauf eines ähnlichen Geräts

    • bei allen stationären Vertreibern und dem Versandhandel
    • noch einen Monat nach dem Neukauf
    • am Ort der Abgabe oder durch eine Rückgabemöglichkeit je Postleitzahlgebiet

  • Rücknahmepflicht für kleine Elektro- und Elektronikgeräte in haushaltsüblichen Mengen mit bis zu 50 cm Kantenlänge

    • bei allen Vertreibern mit einer Gesamtverkaufsfläche, bzw. Lager- und Versandfläche von mehr als 100 m²
    • an mindestens einer Rücknahmestelle je Postleitzahlgebiet (für die Umsetzung empfehlen wir die Errichtung eines gemeinsamen Rücknahmesystems.)

  • Umfassende und verständliche Aufklärung der Verbraucher im Geschäft und beim Onlinekauf über Rückgabemöglichkeiten, die Pflicht zur und die Bedeutung der Getrennterfassung sowie die Eigenverantwortung bei der Löschung personenbezogener Daten
  • Verpflichtung der Inverkehrbringer zur Durchführung von Informationskampagnen über die Bedeutung der getrennten Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten und die angebotenen Rückgabemöglichkeiten
  • Festlegung eines verbindlichen Sammelziels für Altlampen in Höhe von 70 Prozent ab dem Jahr 2019
  • Verpflichtung der Inverkehrbringer zu einer flächendeckenden Rücknahme von Altlampen und einer aktiven Verbraucherinformation über die Bedeutung der separaten Sammlung von Altlampen

Unsere ausführliche Stellungnahme zur Novelle des ElektroG und weitere Informationsmaterialien finden Sie unter Informationen & Kontakt.

Kontakt

Copyright: Heidi Scherm

Thomas Fischer
Leiter Kreislaufwirtschaft
E-Mail: fischer@duh.de

Copyright: Heidi Scherm

Philipp Sommer
Stellvertretender Leiter Kreislaufwirtschaft
E-Mail: sommer@duh.de

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