Ökologischer Hochwasserschutz und Auenschutz

Die vielfältige Nutzung von Flüssen und ihren Auen hat zu erheblichen Beeinträchtigungen der Auenbiozönosen und des Naturhaushaltes geführt und ist häufig mit negativen Folgen für den überregionalen Hochwasserschutz verbunden. Heute werden nur noch ca. 10 bis 20 Prozent der ursprünglichen Überschwemmungsflächen bei Hochwasser überflutet. Diese einerseits für viele Landnutzungen positive Situation bedeutet andererseits eine gefährliche Zunahme katastrophaler Hochwasser und hohe Biodiversitätsverluste. 

Ein gelungenes Beispiel für ökologischen Hochwasserschutz: Die Deichrückverlegung bei Lenzen
Ein gelungenes Beispiel für ökologischen Hochwasserschutz: Die Deichrückverlegung bei Lenzen

Die Umsetzung

Ökologischer Hochwasserschutz und Auenschutz bedürfen eines langen Atems. Dennoch existiert eine beeindruckende Vielfalt an „guten Beispielen“ in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die Dokumentation und Bekanntmachung dieser beispielhaften Projekte ist Aufgabe eines derzeit im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens.

Aufbauend auf eine umfangreiche Bestandsaufnahme und fachliche Analyse der Projekte können so Wege aufgezeigt werden, die zur Wiederherstellung ehemaliger Auenstrukturen, der Rückkehr bedrohter Tier- und Pflanzenarten in wiedergewonnene Feuchtlebensräume sowie einem verbesserten, naturverträglichen Hochwasserschutz beitragen.

Die Kommunikation nachahmenswerter Beispiele ist ein wichtiger Schritt, um Umsetzungshemmnisse abzumildern und Abläufe zu optimieren.

Kontakt

Copyright: Steffen Holzmann

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
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