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Salamanderregion

Quellbereich eines Wasserlaufes. Aufgrund der hier beheimateten Salamanderarten wird dieser Bereich auch Salamanderregion genannt.

Salmonidengewässer

(Salmoniden = lachsverwandte Fische)

Salmonidengewässer sind Gewässer, in denen das Leben von Fischen Art wie Lachse (Salmo salar), Forellen (Salmo trutta), Äschen (Thymallus thymallus) erhalten wird oder erhalten werden könnte.

Sandfang

Ein Bauwerk, das zur Abscheidung von Sand und Kies aus dem Wasser dient. Es besteht aus einem Becken mit großem Querschnitt, das vom Wasser nur langsam durchflossen wird.

Saprobie

Die Saprobie ist ein Verfahren zur Bestimmung der Gewässergüte und an Hand von Saprobien. Saprobien sind Tiere und Pflanzen, die sehr eng an bestimmte Zonen stärkerer oder geringerer organischer Verunreinigung gebunden sind. Sie eignen sich als Indikatoren, das heißt sie sind Leitorganismen, deren Auftreten an eine Gewässergüteklasse gebunden ist.

Sapropel

Aus dem Griechischen stammendes Wort für Faulschlamm

Sauerstoffzehrung

Als Sauerstoffzehrung bezeichnet man den Verbrauch von Sauerstoff beim Abbau von organischen Bestandteilen durch Mikroorganismen in Gewässern.

Saurer Regen

Durch Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (NOx), welche bei fossilen Verbrennungen entstehen, ergibt sich zusammen mit Sauerstoff und Wasserdampf der Atmosphäre schweflige Säure oder Salpetersäure. Dies führt im Regenwasser zu pH-Werten von 4 und weniger . Der Säureeintrag verursacht z.B. Baum- und Fischsterben oder auch Schäden an historischen Kalk- und Sandsteinbauten.

Schadstoffquellen

Für Fließgewässer relevante Schadstoffquellen sind zum einen die Landwirtschaft und durch atmosphärische Schadstoffe belastetes Regenwasser (diffuse Quellen) und zum anderen Industriebetriebe, Mastbetriebe u.ä. (punktuelle Quellen).

Schwall

Fortschreitende Hebung des Wasserspiegels in einem offenen Gerinne durch plötzliche Vermehrung des Zuflusses oder durch plötzliche Verminderung des Abflusses.

Schwermetalle

Sammelbezeichnung für Metalle mit einer Dichte von über 4,5 g/cm3. Es handelt sich dabei oft um bioakkumulative Substanzen. Dies ist problematisch bei giftigen Schwermetallen wie z.B. Cadmium, Quecksilber oder Blei.

Sedimentation

Als Sedimentation bezeichnet man das Ablagern von Schwebstoffen aus Flüssigkeiten. Dieser Prozess spielt sowohl in natürlichen Fließgewässern wie auch in der Abwasseraufbereitung eine wichtige Rolle.

Sedimentfresser/Filtrierer

Ernährungstyp wirbelloser Tierarten in Fließgewässern; Sedimentfresser/Filtrierer ernähren sich von feinpartikulären, organischen Stoffen wie zerkleinertem Pflanzenmaterial (Detritus), Bakterien, lebenden Algen. Sedimentfresser sammeln die Nahrungspartikel aus dem Sediment auf (z. B. Epherma und einige andere Eintagsfliegenlarven); Filtrierer fangen schwebende Nahrungspartikel aus dem freien Wasser ein (z. B. Köcherfliegenlarve, Hydropsyche, Muscheln, viele Mückenlarven).

Seen

In jedem Gestein und in jeder Bodenart gibt es geeignete Wannen oder Hohlformen, die vom Wasser ganz oder teilweise erfüllt sein können und dann als Seen bezeichnet werden. Diese Wannen oder Becken können auf verschiedene Weise durch Tektonik, Vulkanismus, Erosion und Akkumulation des fließenden Wassers oder Eises und sogar des Windes gebildet werden.

Selbstreinigung

Selbstreinigung ist die Fähigkeit eines Systems oder Gegenstand, sich selbständig und ohne äußere Eingriffe von Verschmutzungen zu befreien. Die Selbstreinigung biologischer bzw. ökologischer Systeme ist die Fähigkeit, selbständig mit dem Eintrag umweltfremder bzw. umweltschädlicher Stoffe fertig zu werden.

Sohlabsturz/Sohlgleiten

Sohlabstürze bzw. Sohlgleiten sind quer zur Strömung und unter dem Wasserspiegel liegende Regelbauwerke im Wasserbau, welche die Tiefenerosion der Bachsohle begrenzen sollen.

Sohlschwelle

Quer zur Strömungsrichtung verlaufende Aufschüttung von Steinen in einem Flussbett, um die Strömung zu verlangsamen oder einen Bereich erhöhter Wasserturbulenz ("Rausche") zu erzeugen.

Staulinie

Verlauf des Wasserspiegels in Gewässern bei gestautem Abfluss.

Stickstoffanzeiger

Stickstoffanzeiger sind Saprobien für Stickstoff, d.h., Pflanzen, deren Vorkommen bei bestimmten Stickstoffkonzentrationen typisch ist.

Stillwasserbereiche

Stillwasserbereiche, auch stehende Gewässer genannt, werden durch ihre Größe und Tiefe unterschieden. Stillgewässer sind z.B. Tümpel, Weiher, Lachen oder Teiche.

Stromstrich

Der Stromstrich ist die Verbindungslinie der Punkte mit der größten Fließgeschwindigkeit an oder wenig unter der Oberfläche eines Fließgewässers.

Strömungslenker

Strömungslenker sind in Gewässer eingebrachte Hindernisse, die dazu dienen sollen, einem begradigten Gewässerlauf eine mäandrierende Form zurück zu geben. Um dies zu erreichen, werden diese Hindernisse abwechselnd links- und rechtsseitig in einem Abstand, welcher der 5 bis 7-fachen Bachbreite entspricht, angelegt.

Strömungsschatten

Der Strömungsschatten ist (analog zum Windschatten) der Bereich hinter einem Hindernis, in dem die Strömung geringer ist, da sie durch das Hindernis abgeschirmt wird.

Sunk

Fortschreitende Senkung des Wasserspiegels in einem offenen Gerinne durch plötzliche Verminderung des Zuflusses oder Vermehrung des Abflusses.

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