Setzen Sie auf Mehrweg!

Klimafreundliche Mehrwegalternativen bei Getränkeverpackungen

Egal ob Mehrwegflaschen, wiederbefüllbare Coffee to go-Becher oder solche auf Großveranstaltungen, eines haben sie alle gemeinsam: sie leisten durch ihre häufige Wiederbefüllung und kurzen Transportwege wichtige Beiträge zum Klimaschutz.

Mehrwegalternativen finden noch zu selten Anwendung und sind insbesondere im Bereich des ständig ansteigenden Coffee to go-Konsums noch vielfach unbekannt. Um dies zu ändern führt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2020 im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das innovative Projekt „Mit Mehrweg das Klima schützen“ durch. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die Inhalte und den innovativen Charakter des Projekts.

Die DUH führt eine breit angelegte Informationskampagne durch, um Verbraucher, Kommunen, Händler und Unternehmen in leicht verständlicher Weise über den Klimaschutzbeitrag von Mehrwegverpackungen im Getränkebereich zu informieren und zu deren Nutzung anzuregen.

Konsumenten und Anbietern soll eine Informationsgrundlage für klimafreundliche Kaufentscheidungen ermöglicht, ein Bewusstseinswandel angestoßen und durch die vermehrte Mehrweg-Nutzung CO2-Emissionen im Vergleich zu Einweg eingespart werden.

Der innovative Charakter des Projekts besteht darin, dass Verbraucher, Unternehmen und Kommunen erstmals über Mehrwegverpackungen für Getränke in der Breite – Mehrwegflaschen, Coffee to go-Becher, Mehrwegbecher für Veranstaltungen – informiert werden. Insbesondere zu neuen Verpackungsentwicklungen im Getränkebereich gibt es kaum detaillierte und zielgruppenspezifisch aufbereitete Informationsmaterialien. Ein Arbeitsschwerpunkt des Projektes ist deshalb die Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit.

Ein weiterer Projektschwerpunkt sind Schulungen zum Thema Getränkeverpackungen. Durch ein innovatives Schulungskonzept sollen Multiplikatoren befähigt werden, Klimavorteile von Mehrwegverpackungen - als Klimabotschafter - eigenständig unter ihren Zielgruppen und Mitgliedern bekannt zu machen, diese bei Kauf- oder Systementscheidungen korrekt zu beraten und konkrete Klimaentlastungspotentiale aufzuzeigen. Die Schulung der Multiplikatoren wird von einem ausgebildeten DUH-Mitarbeiter durchgeführt und richtet sich an Verbraucherverbände, Verbände für Umweltberatung, kommunale Verbände, Abfallberater in Kommunen, Bürgervereine, Umweltverbände, Consultingverbände, Kirchenverbände, Verbände der Veranstaltungswirtschaft u.v.m.

Neben Schulungen sollen auch Workshops durchgeführt werden. Dabei sollen Zielgruppen angesprochen werden, die Informationen ausschließlich für das Treffen eigener Entscheidungen benötigen, ohne andere detailliert über Klimaauswirkungen von Getränkeverpackungen zu informieren. Die Workshops und Schulungen dienen auch zum Aufbau eines Netzwerks zur Stärkung von Mehrwegsystemen im Einzelhandel, der Gastronomie und im Eventbereich.

Das Projekt leistet durch die Förderung der Nutzung von Mehrwegflaschen und Bechern einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des angestrebten Klimaschutzziels der Bundesregierung. Getränkeverpackungen machen neun Prozent des Verpackungsaufkommens in Deutschland aus und weisen ein signifikantes Klimaentlastungspotential auf. Durch die Nutzung von Mehrwegflaschen können im Vergleich zur Abfüllung in Einwegflaschen allein in Deutschland (nur bezogen auf alkoholfreie Getränke) jährlich 1,25 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart werden.

Das Projekt „Mit Mehrweg das Klima schützen“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Ziel ist es, umfassend über das Thema Mehrweg zu informieren, bestehende Mehrwegsysteme nachhaltig zu stärken und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Projektdauer beträgt drei Jahre und endet im Juni 2020.

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