Heiße Pflaster, grüne Oasen

Klimawandelanpassung und urbanes Grün

Im Projekt KLIBIKOM untersuchten wir gemeinsam mit der Universität Konstanz, wie Kommunen sich an den Klimawandel anpassen können. Im Mittelpunkt standen dabei öffentliche Grünflächen. Denn diese erfüllen zahlreiche stadtklimatische Aufgaben. Beispielsweise verdunsten sie Wasser und kühlen so an heißen Tagen die Luft. Die unversiegelten Böden schützen vor Überschwemmungen, indem sie bei starkem Regen große Mengen Wasser aufnehmen, das sie zeitversetzt und langsam wieder abgeben. Stadtbäume spenden Schatten und produzieren große Mengen Sauerstoff.

Außerdem wurde untersucht, welche nicht einheimischen Pflanzenarten in Radolfzeller Privatgärten oder im öffentlichen Grün vorkommen und sich in der Landschaft ausbreiten könnten. Aus diesen Untersuchungen wurden Empfehlungen abgeleitet, welche Arten besser nicht mehr angepflanzt werden sollten und welche unbedenklichen Alternativen dazu existieren.

Eine naturnahe Gestaltung mit heimischen Arten vorausgesetzt, tragen Parks, Gärten, Gewässer, Stadtwälder oder Brachflächen mit ihrer Vielfalt an Nutzungsarten und -intensitäten zur Förderung der Artenvielfalt, zur Naturerfahrung im unmittelbaren Lebensumfeld und zur Steigerung der Lebensqualität der Menschen bei und sichern auch unter sich verändernden Bedingungen durch ihre natürliche Anpassungsfähigkeit die klimatischen Funktionen des öffentlichen Grüns.

Das Projekt wurde im Rahmen des Forschungsprogramms KLIMOPASS aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Kontakt

Janos Wieland
Projektmanager Kommunaler Umweltschutz
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