Wenig Kaffee, ganz viel Müll!

Kaffeekapseln

Kaffeekapseln sind auf dem Vormarsch – mit tonnenschweren Folgen für die Umwelt. Denn auf sechs Gramm Kaffee kommen circa drei Gramm Aluminium oder Kunststoff für die Einzel-Verpackung und noch mal zwei Gramm Papier für die Umverpackung. Das macht also auf sechs Gramm Kaffee stolze fünf Gramm Verpackung. Ganz schön viel.

Immer mehr Kapseln

Laut dem Deutschen Kaffeeverband ist der Anteil an Kaffeekapseln in den letzten zehn Jahren von 800 auf 17.750 Tonnen angestiegen. Die Deutschen verbrauchen pro Jahr schätzungsweise mehr als drei Milliarden Kaffeekapseln. Inzwischen kämpfen mehr als zwanzig Nachahmer, darunter auch Discounter wie Aldi und Lidl, um Anteile auf dem rasch wachsenden Kapsel-Markt. Selbst Tee und Milch gibt es in Kapseln.

Recycling schwierig

Dass ihre Produkte kein grünes Image besitzen, wissen die Kaffeehersteller natürlich. Deshalb werben sie mit dem Recycling der Kapseln. Hierfür müssten die Mini-Verpackungen allerdings restentleert im Gelben Sack landen. Dass dies geschieht, ist jedoch äußert fraglich. Kapseln aus biologisch abbaubarem Kunststoff sind übrigens auch nicht besser für die Umwelt. Sie stören nämlich die Prozesse in den Kompostieranlagen, werden in der Regel aussortiert und landen im Restmüll. Von dort gehen sie in ebenfalls die Verbrennung und sind als Rohstoffe verloren.

Tipps für umweltfreundlichen Kaffeegenuss

Für manche Kaffeemaschinen mit Kapselsystem werden mittlerweile auch Mehrwegsysteme angeboten. Greifen Sie alternativ auf Aufbrühsysteme mit Papier- oder Dauerfilter oder elektrische Kaffeemaschinen zurück.

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