Helfen Sie dem Feuersalamander!

Den Nachwuchs des Feuersalamanders retten!

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist an Quellbächen in deutschen Wäldern heimisch. Er steht als eine Leitart für die Gesundheit des Ökosystems Wald und kann bis zu 60 Jahre alt werden. Aber er hat ernsthafte Nachwuchs-Probleme: Die kleinen Larven haben keinen Ort zum sicheren Aufwachsen mehr oder sie verhungern einfach. Derzeit ist die Art bereits als „gefährdet“ eingestuft. Das wird ohne unsere Hilfe in ein paar Jahren leider noch viel dramatischer ausschauen. Warum?

Die Quellbäche in den großen deutschen Wäldern, zum Beispiel im Thüringer Wald, sind aufgrund der wirtschaftlichen Nutzung durch den Menschen nicht mehr als „Kinderstube“ für den Feuersalamander geeignet: Es fehlen ruhige Wasserbereiche, in denen sich die Feuersalamander-Larven entwickeln können. Nahrungstiere des Feuersalamanders wie Bachkrebsarten und kleine Fliegenlarven finden nur schwer einen Weg über Staudämme, Wehre oder durch Rohre unter Waldwegen. In diesen Wegedurchlässen herrscht oft eine extrem starke Strömung, weil sie zu klein gebaut sind. Außerdem haben monotone Fichtenbestände die vor Ort typischen Laubmischwälder verdrängt – und verursachen dadurch ein Dilemma für die Nahrungstiere der Feuersalamander. Sie finden zwar Fichtennadeln auf dem Bachgrund, aber sie können diese Nadeln nicht verdauen. Die Nahrungstiere verhungern – und somit auch die kleinen Larven der Feuersalamander.

Deshalb realisieren wir gemeinsam mit unserem Partner Naturstiftung David ein Projekt in Thüringens Wäldern: An Bächen auf 160 Kilometern Länge müssen wir dringend die Lebensraumbedingungen für den Feuersalamander und die anderen Bachbewohner verbessern – an Zuflüssen zu Schönau, Hasel, Königswasser, Erbstrom und vielen weiteren Lebensadern in Thüringen. Gerade im Herbst und Winter müssen wir die Grundlagen für sichere Kinderstuben der Feuersalamander im kommenden Frühjahr schaffen. Denn jede Generation der kleinen Reptilien zählt:

Mit Rückepferden müssen unsere Partner vor Ort große, alte Baumstümpfe und Totholz gezielt in die Zuflüsse transportieren. Stammstücke und Wurzelteller lassen dann Bereiche mit ganz unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten entstehen. So gibt es im Frühjahr auch wieder Stillwasserbereiche für die Larven der Feuersalamander.

Unsere Kollegen müssen Fichten fällen und Laubbäume pflanzen, damit sich die natürliche Baumartenmischung wieder einstellt. Denn nicht die Fichte, sondern Erle, Esche, Ahorn, Buche und Tanne bilden die naturnahen Waldbestände vor Ort. So fällt wieder wichtiges Futter für die Nahrungstiere der Jungsalamander in die Bäche. Wenn außerdem durch mehr Licht am Boden mehr Gräser, Kräuter und Sträucher wachsen, können dort auch die erwachsenen Feuersalamander wieder besser Nahrung finden.

Außerdem müssen wir an Wegedurchlässen den Durchmesser von Rohren vergrößern und für eine durchgehend vorhandene Schicht aus Kies und Steinen auf dem Bachgrund sorgen. Dadurch finden Bachbewohner aller Art – auch die wichtigen Nahrungstiere der Feuersalamander – wieder den Weg in die Quellbereiche der Zuflüsse. Fische wie die Westgroppe, Bachflohkrebse, Muscheln, Libellenlarven wie die der Quelljungfer und viele weitere kleine Waldbewohner bekommen so wieder ihre natürlichen „Wanderwege“.

All dies sind erprobte und sehr wirksame Maßnahmen – wir müssen sie einfach nur realisieren! Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, wird der Feuersalamander schon in wenigen Jahren auf der „roten Liste“ landen.

Bild: Pixelio.de

Bundesweit aktiv

Über die Partnerschaft mit der Naturstiftung David hinaus ist die Deutsche Umwelthilfe auf breiter Front aktiv in Sachen Artenschutz und Flüsse. Hier finden Sie weitere Projekte.

Dem Feuersalamander aktiv helfen:
Bild: Boris Zerwann / Fotolia.com© Boris Zerwann

Bitte helfen Sie uns, den Nachwuchs des Feuersalamanders zu behüten! Bereits mit einer einmaligen Spende von 180, 75, 10 Euro oder einem anderen Betrag helfen Sie den kleinen Reptilien.

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Kontakt

Copyright: test

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
Tel.: 030 2400867-13
E-Mail: stoecker@duh.de

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