Gefährdete Artenvielfalt

Gefährliche Wanderwege für Otter und Co.

Neben der wirtschaftlichen Nutzung von Fließgewässern und ihrer Umgebung bedroht die Zerschneidung dieser hochsensiblen Ökosysteme durch Straßen und Brücken das Leben der Bewohner von Feuchtlebensräumen. Ähnlich wie bei Wildwechseln an Autobahnen und Landstraßen werden regelmäßig Biber, Nerze, Bisame und Otter überfahren, weil beim Brückenbau nicht an die Bedürfnisse der Uferbewohner gedacht wurde.

Auch kleine Flussläufe und Bäche sind massiv von der „Optimierung“ betroffen: Gerade kleine Brücken wurden – und werden noch immer – bis ganz an den Gewässerrand gebaut. Zwar sind viele Uferbewohner ausgezeichnete Schwimmer, Brücken unterqueren viele jedoch lieber trockenen Fußes. Oder sie riskieren ihr Leben beim Versuch, die Straße zu überqueren – viel zu oft mit tödlichem Ausgang.

Eines von vielen Verkehrsopfern. Bild: Michael Weirauch / Pitopia© (c) Pitopia / Michael Weirauch,
Bild: René Lutz / pixelio.de

Hier schaffen schon einfachste Maßnahmen nachhaltig Abhilfe: Zwar ist ein natürlicher Uferstreifen mit seiner Artenvielfalt nach wie vor die ökologisch sinnvollste Variante. Biber, Otter, Nerz & Co. begnügen sich jedoch auch gerne mit künstlichen Uferbereichen, so genannten Bermen aus Stein, Beton oder auch Holz. Alternativ haben sich auch schon Trockentunnel zur Unterquerung der Straße bewährt. Und während bestehende Brücken mit geringem Aufwand nachgerüstet werden können, lassen sich selbst diese Kosten mit ein wenig Umsicht bei der Planung leicht vermeiden.

Kontakt

Copyright: Steffen Holzmann

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
E-Mail: stoecker@duh.de

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