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Pressemitteilung

Wärme- und Verkehrswende in den Fokus nehmen!

Freitag, 10.11.2017
© WestPic / Fotolia

Die Sektoren Wärme und Verkehr haben den größten Anteil an den in Deutschland verursachten Emissionen des Treibhausgases CO2. Sie sind daher entscheidend beim Kampf gegen den Klimawandel. Bisher findet die Energiewende in Deutschland jedoch vor allem im Stromsektor statt. Wir fordern daher: Die Politik muss die Weichen dafür stellen, dass auch die Wärme- und die Verkehrswende in Gang gesetzt werden!

Eine Möglichkeit dafür ist die direkte Nutzung erneuerbarer Energien (EE) wie Solarthermie oder Biogas im Wärmesektor. Hier ist das Potenzial aber begrenzt – ein großer Teil der Energie muss aus klimafreundlichem Strom generiert werden. Das bedeutet, dass die Sektoren Wärme, Verkehr und Strom miteinander gekoppelt werden müssen.

Der Einsatz von Strom für Wärme und Mobilität ist nur dann sinnvoll, wenn dabei CO2-Emissionen vermieden werden. Mit dem aktuellen Strommix ist das allerdings nur für wenige Anwendungen wie die Wärmepumpe der Fall. Um auch mit anderen Technologien einen Klimanutzen zu erzielen, muss der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch weiter kräftig steigen (auf mindestens 65 Prozent EE bis 2030) und der Kohleausstieg umgesetzt werden. Die Herstellung synthetischer Brenn- und Kraftstoffe (Stichwort: Power-to-Gas) dient sogar nur mit 100-prozentigem EE-Strom dem Klima und ist daher erst langfristig eine Option.

Da Strom nicht unbegrenzt zur Verfügung steht, müssen die Vermeidung seines Verbrauchs sowie die Effizienzsteigerung ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Die Ziele für Energieeffizienz und -einsparung müssen für jeden Verbrauchssektor (Strom, Wärme, Verkehr etc.) in einem Klimaschutzgesetz festgeschrieben werden.

Für die Entwicklung neuer Technologien zur sogenannten Sektorenkopplung ist ein fairer Preis-Wettbewerb zwischen (erneuerbarem) Strom und fossilen Brenn- und Kraftstoffen nötig. Die langfristigen Umweltkosten der Fossilen werden im Preis derzeit nicht abgebildet, wodurch erneuerbare Energie benachteiligt wird. Ein Preis auf CO2 wäre also ein wichtiger Schritt, um die Sektorenkopplung anzureizen.

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