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Pressemitteilung

Umwelthilfe fordert Ende des Amoklaufs des HDE gegen das Dosenpfand

Sonntag, 05.10.2003

Testkäufe ergaben zu über 95 % korrekte Pfandabwicklung

Angesichts der neuerlichen verbalen Amoklaufs des Sprechers des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, gegenüber der Bild am Sonntag widersprach die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) der Behauptung, in Deutschland herrsche Chaos bei der Pfandrückgabe. Dies deckt sich nicht mit den Beobachtungen der Deutschen Umwelthilfe, die seit dem 1. Oktober mehrere hundert Testkäufe im Bundesgebiet durchgeführt hat.

„Weder bei den Diskountern noch im traditionellen Lebensmitteleinzelhandel konnten wir strukturelle Probleme bei der Bepfandung feststellen. Vom Volumen der gehandelten Getränke her betrachtet werden deutlich über 95 % der Einweggetränke bereits jetzt korrekt bepfandet und das Leergut an anderen Orten zurückgenommen. Die Schulung des Personals und die ausliegenden Informationsschriften sind zum Teil vorbildlich. Nur bei Kiosken und Tankstellen stellten die Testkäufer vereinzelt Probleme vor allem im Zusammenhang mit der Annahme von Altware fest. Wir rechnen damit, dass die hier zum Teil noch verkaufte, unmarkierte Ware innerhalb weniger Tage abverkauft wird,“ so Jürgen Resch, Bundesgechäftsführer der DUH.

Den Einzelhandelsverband HDE forderte die DUH auf, sich ein Beispiel am Einzelhandel in Dänemark zu nehmen, wo zum 1. Oktober 2002 ebenfalls ein Dosenpfand eingeführt wurde, ohne „Geschrei und Gezeter“ von Handel und Getränkeindustrie. „Der HDE sollte sich von seiner Obstruktionspolitik verabschieden. Er hat die Aufgabe, seine Mitgliedern bei der korrekten Einhaltung der Gesetze fachkundig zu beraten. Das Gegenteil ist derzeit der Fall: Viele Einzelhändler akzeptieren sehr wohl Umweltgesetze und wenden sich derzeit verstärkt mit ihren Fragen zum Pfandsystem an Umwelt- und Verbraucherverbände. Dies ist ein Armutszeugnis für den HDE, der offensichtlich nur noch die Interessen der einwegorientierten großen Handelskonzerne vertritt.“, so Resch.

Die DUH forderte den HDE dazu auf, seinen „Amoklauf gegen das Dosenpfand“ zu beenden. Die HDE-Funktionäre Wenzel und Pellengahr sollten ernsthaft darüber nachdenken, wie sie verlorengegangenes Vertrauen bei Politik und Bürgern nach ihrem „Wortbruch“ beim Aufbau des bundesweiten Rücknahmesystems zurückgewinnen können.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Jürgen Resch

Deutsche Umwelthilfe e.V., Fritz-Reichle-Ring 4 ,78315 Radolfzell

Tel.: 0 77 32 / 99 95-0, Fax: 0 77 32 / 99 95-77, Mobil: 01 71 / 3 64 91 70

E-Mail: info@duh.de

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