Pressemitteilung

Startschuss in eine grüne Zukunft – Rainau startet durch mit GreenITown

Rainau ist als eine von 8 Modellkommunen ausgewählt – Kommunalverwaltung und IT-Berater entwickeln gemeinsam Strategien für die Zukunft – Rainau als Vorbild für andere Gemeinden in Deutschland

Rainau, Freitag, 08.04.2016
© Steffen Holzmann
© DUH

Die Gemeinde Reinau engagiert sich seit einigen Jahren für den Klimaschutz. Dazu gehört einerseits der Ausbau erneuerbarer Energien. Andererseits will die Gemeindeverwaltung in Rainau ihren eigenen Energiebedarf senken. Dies gilt insbesondere für die Computersysteme im Gebäude der Gemeindeverwaltung. Heute fiel dort der offizielle Startschuss für das GreenITown Modellprojekt. „Wir freuen uns, eine von nur acht Modellkommunen in ganz Deutschland zu sein“, so Bürgermeister Christoph Konle bei der Auftaktveranstaltung. „Für Rainau bietet GreenITown eine große Chance, unser Know How zu erweitern und wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse“.

„Rainau ist als kleine Gemeinde mit ca. 3250 Einwohnern ein wichtiger Baustein im Projekt GreenITown“, erläutert Projektleiter Steffen Holzmann von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Besonders in dieser Größenordnung gibt es sehr viele Gemeinden in Deutschland. Dadurch werden die Ergebnisse aus dem Teilprojekt Rainau auf mehrere Tausend Gemeinden in Deutschland übertragbar sein.“ Rainau werde so zum Vorbild für viele andere Gemeinden im Bundesgebiet.

Schon vor dem offiziellen Startschuss gab es viel zu tun für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im der Gemeinde. Sie erfassten mit dem von der DUH entwickelten Starterkit, welche Geräte es überhaupt gibt, wieviel Energie sie verbrauchen und welchen Anforderungen sie genügen müssen. Eine Aufgabe, die die historisch gewachsene IT-Struktur der Gemeinde zu einer Herausforderung macht. „Ein genaues Bild ist wichtig, um die Kommune möglichst zielgerichtet beraten zu können“, erklärt GreenITown Projektmanager Simon Mößinger, der das Starterkit maßgeblich entwickelt hat. Diese Informationen erlauben einen detaillierten Einblick in die IT-Struktur der Verwaltung und ermöglichen es den DUH-Experten und Holger Held von FNT, der als externer Berater mit an Bord ist, eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch tragbare IT-Strategie für Rainau zu erarbeiten.

Für insgesamt acht Modellkommunen in ganz Deutschland sucht die DUH gemeinsam mit externen Fachleuten maßgeschneiderte und nachhaltige Strategien zur Weiterentwicklung der kommunalen IT. „Das Projekt geht damit weit über eine einmalige Beratung hinaus“, erläutert Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH. „Die Strategien zielen darauf ab, Nachhaltigkeit und Ökologie als zentrales Element der kommunalen IT zu etablieren.“

Im Mittelpunkt der Strategien stehen neben der Verringerung des Energieverbrauchs im Betrieb auch ein zukünftig geringerer Wartungs- und Verwaltungsaufwand für die Geräte. Denn eine moderne „grüne“ IT-Infrastruktur zeichnet sich durch starke Virtualisierung von Diensten und eine Konsolidierung der Peripherie aus. Das spart mittel- und langfristig Kosten für die Administration. Neben dem ökologischen Vorteil der CO2-Einsparung zahlt sich GreenITown also auch für die Gemeindekasse aus.

Informationen und Hintergründe: www.greenitown.de | www.twitter.com/eco_it

Über GreenITown:
Einsparung von Energie und Ressourcen in der kommunalen IT – darum geht es im Klimaschutzprojekt GreenITown der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). Mit GreenITown hat es sich die DUH zum Ziel gemacht, zwischen Kommunen und IT-Experten zu vermitteln, und so ökologisch wie ökonomisch optimale Lösungen zu entwickeln.

Gerade kleinen und mittelgroßen Städten und Gemeinden bis 30.000 Einwohnern fehlt es an Strategien zur Optimierung von Energie- und Ressourcenverbrauch in der kommunalen IT Landschaft. Genau in diese Lücke stößt das Projekt GreenITown. In Zusammenarbeit mit externen IT-Beratern entwickelt die DUH maßgeschneiderte Strategien für die Modellkommunen Dierdorf, Emmendingen, Friedrichsdorf, Hohen Neuendorf, Rainau, Schenefeld Unterföhring und den Flecken Steyerberg. Ziel ist es, das Know-How aus diesen Best-Practise Beispielen anschließend in möglichst viele Kommunen zu tragen.

Die jahrzehntelange Erfahrung der DUH in der Zusammenarbeit mit Kommunen jeglicher Größe hilft dabei, auf deren besondere Bedürfnisse einzugehen. Die Erkenntnisse aus den acht Modellprojekten werden im Anschluss sowohl an IT-Berater als auch an alle Kommunen, die sich für den Klimaschutz engagieren möchten, weitergegeben.

So können in Zukunft alle kleinen und mittelgroßen Kommunen von den in den Modellkommunen entwickelten Lösungen profitieren.

GreenITown wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit gefördert.

Kontakt:

Robert Spreter | Leiter Kommunaler Umweltschutz DUH
07732 9995-30 | spreter@duh.de

Steffen Holzmann | Projektleiter GreenITown DUH
07732 9995-52 | holzmann@duh.de

Christoph Konle |Bürgermeister Rainau
07961 9002-0 | christoph.konle@rainau.de

DUH-Pressestelle:

Daniel Hufeisen | Ann-Kathrin Marggraf | Laura Holzäpfel
030 2400867-20 | presse@duh.de
www.twitter.com/umwelthilfe | www.facebook.com/umwelthilfe

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