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Pressemitteilung

Markteinführung des Blauen Engels für Austauschkatalysatoren

Berlin, Montag, 10.02.2014

Deutsche Umwelthilfe, Umweltbundesamt und RAL gGmbH übergeben Urkunden an die Hersteller LRT Automotive und HJS Emission Technology

© Nejron Photo - Fotolia
© Nejron Photo / Fotolia

Abgaskatalysatoren verringern die Schadstoffemissionen von Benzinfahrzeugen nahezu vollständig. Sind diese effizienten Systeme jedoch defekt, kommen oft Austauschteile zum Einsatz, die zu immer niedrigeren Preisen auf dem Markt erhältlich sind und im Gegensatz zu den von Fahrzeugherstellern verbauten Systemen stark erhöhte Schadstoffemissionen verursachen. Der neue Blaue Engel für Austauschkatalysatoren, der auf Initiative der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) entstand, schafft Transparenz und weist umweltfreundliche Geräte aus, die ein dauerhaft niedriges Emissionsniveau gewährleisten.

Die Kriterien für die Vergabe des Umweltzeichens hat die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der RAL gGmbH entwickelt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin erhielten heute die Hersteller LRT Automotive GmbH und die HJS Emission Technology GmbH und Co. KG ihre Urkunden als erste Zeichennehmer des neuen Blauen Engels. Der amtierende Präsident des Umweltbundesamtes, Dr. Thomas Holzmann erklärt die Besonderheit des Umweltzeichens: „Den Blauen Engel für Austauschkatalysatoren dürfen nur solche Produkte tragen, die der umfangreichen Produktüberwachung und den jährlichen Folgeprüfungen durch zertifizierte Prüfinstitute genügen. Er ist damit wegweisend für die Entwicklung von Produkten, die dauerhaft eine hohe Entlastung für die Umwelt bringen."

Für Jürgen Resch, den Bundesgeschäftsführer der DUH, sind vor allem die Händler und Werkstätten in der Verantwortung: „Mit dem Blauen Engel gibt es ab sofort im Markt die notwendige Transparenz. Jetzt müssen sich Teilehändler und Werkstätten auch verpflichten, nur noch entweder Austauschkatalysatoren mit dem Blauen Engel oder Originalersatzteile der Fahrzeughersteller zu verkaufen und zu verbauen. Ob weiterhin mangelhafte Kats verkauft werden, wird die DUH mit Kontrollbesuchen und verdeckten Tests überprüfen und Verstöße gegen geltende Abgasnormen öffentlich machen."

Der internationale Verkehrsberater Axel Friedrich, der maßgeblich an der Umsetzung des neuen Qualitätsstandards beteiligt war, betonte: „Der Engel stärkt unsere langjährigen Bemühungen für schärfere Zulassungsregeln, stichprobenartige Qualitätskontrollen in der Serienfertigung und eine grundlegende Reform der Abgasuntersuchung.“ Für Friedrich ist das Engel-Prüfverfahren der gesetzlichen Zulassungsprüfung (UN-ECE-Regelung Nr. 103) überlegen, weil es die Regelung um eine simulierte Alterung und eine jährliche Folgeprüfungen zur Qualitätssicherung ergänzt und auch die physische Belastbarkeit prüft.

Fotos von Pressekonferenz und der Urkundenübergabe erhalten Sie ab 13.00 Uhr auf Anfrage unter maier@duh.de

Kontakt

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, DUH
Mobil: 0171 3649170, E-Mail: resch@duh.de

Dr. Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsberater
Mobil: 0152 29483857, E-Mail: axel.friedrich.berlin@gmail.com

Daniel Hufeisen, Pressesprecher, DUH
Tel.: 030 2400867-22, E-Mail: hufeisen@duh.de

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