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Pressemitteilung

Elbe-Charta für die ökologische und ökonomische Entwicklung der Elbregion vorgelegt

Freitag, 15.08.2003

Wirtschaftsrat unterstützt Initiative UNESCO Weltkulturlandschaft Elbe

Auf dem Symposium „UNESCO Weltkulturlandschaft Elbe“ wurde am 15. August 2003 in Hamburg eine Charta für die ökologische und ökonomische Entwicklung der Elberegion vorgestellt.

Vor mehr als hundert Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verbänden erklärten die Initiatoren des Symposiums: Mit der Verabschiedung der Charta ist ein weiterer Meilenstein für eine nachhaltige Entwicklung der Elbe/Labe-Region erreicht. Die Elbe-Charta fasst in neun Artikeln den Wert und die Gefährdung der Elberegion zusammen. Sie appelliert an Regierungen und Gemeinden in Tschechien und Deutschland, „die Natur- und Kulturgüter der Elbe von der Quelle bis zur Mündung grenzübergreifend zu erhalten, zu pflegen und schonend weiter zu entwickeln.“ Die Charta weist auf die Gefährdungen des einmaligen Natur- und Kulturerbes hin, die unter anderem durch neue Siedlungen, intensiv Landwirtschaft, Ausbau der Elbe und neue Eindeichungen entstehen könnten.

 

Gerade nach den Erfahrungen der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr stellt die Charta die Forderung nach einem abgestimmten Management der Kulturlandschaft mit den zentralen Elementen Information, Motivation, regionale Selbstverantwortung und Kooperation der verschiedenen Entscheidungsträger.

 

Ein Schwerpunkt des Symposiums war die Bilanz ein Jahr nach der Flut und die Diskussion über ein zukunftsorientiertes Flussmanagement in einer Weltkulturlandschaft Elbe. Auf Jahrtausendfluten wie 2002 und auf Dürren wie in den letzten Monaten müssen sich Politik, Wirtschaft und Kommunen einstellen.

 

Mit der verabschiedeten Charta soll ein weiterer Impuls für die UNESCO- Anerkennung gegeben werden. Die Charta wird am morgigen Samstag beim NDR-Elbetag auf dem Fischmarkt in Hamburg und bei der MDR Gala vor der Semperoper in Dresden der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben den Initiatoren Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr im Projekt „Lebendige Elbe“ wird ein Wirtschaftsrat den weiteren Prozess zur UNESCO-Anerkennung begleiten und unterstützen. Bisher gehören ihm folgende Unternehmen an: Lever Fabergé, T-Mobile, ThyssenKrupp, Vattenfall, Garpa und die Hamburger Stadtentwässerung.

 

Angelika Jahr, Vorstandsmitglied Gruner + Jahr AG & Co KG:

„Als Verlag an der Elbe unterstützt Gruner + Jahr im Projekt „Lebendige Elbe“ eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit

Prof. Dr. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe e.V.:

„Die internationale Anerkennung der universellen Bedeutung des Welterbegebietes durch die UNESCO stärkt den Willen der Bevölkerung nach dem Schutz dieser einmaligen Landschaft. Die Menschen, die an der Elbe wohnen, können sich durch die Verleihung dieses Prädikats stärker als bisher mit ihrer Region und Landschaft identifizieren. Diese Form der Heimatbindung kann mittelfristig zur Steigerung der Lebensqualität und zum Schutz der Elblandschaft beitragen.“

Das Projekt „Lebendige Elbe“ wird seit 1997 in einer Umweltpartnerschaft zwischen der Deutschen Umwelthilfe und Gruner + Jahr durchgeführt. Ziel des Projektes ist es, durch die Vernetzung und Kommunikation der über 400 Organisationen an der Elbe ein ganzheitliches Schutzkonzept für den Fluss zu entwickeln. Im letzten Jahr veranstaltete das Projekt den Ersten Internationalen Elbe-Badetag, an dem über 80.000 Menschen an 55 Orten in Tschechien und Deutschland in ihrem Fluss badeten und die verbesserte Wasserqualität feierten.

 

Ansprechpartner für Rückfragen:

Agnes Sauter

Deutsche Umwelthilfe e.V., Fritz-Reichle-Ring 4 ,78315 Radolfzell

Tel.: 07732/9995-11, Fax: 07732/9995-77, Mobil: 0175/5724833

E-Mail: sauter@duh.de

Dr. Maria Hoffacker

Gruner + Jahr AG & Co. KG, Am Baumwall 11 ,20459 Hamburg

Tel.: 040/3703-3030, Fax: 040/3702-5688,

E-Mail: umweltreferat@guj.de

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