Klimaschutzpotentiale von Plexiglas

Plexiglas wurde bereits 1933 in Darmstadt von der Firma Röhn entwickelt und in Folge auf den Markt gebracht. Bis heute fließen die Erfahrungen der letzten 80 Jahre aus den verschiedenen Anwendungsfeldern in die Weiterentwicklung des Traditionswerkstoffes ein, um so die Anzahl an sinnvollen Anwendungen noch zu erhöhen. Durch seine positiven Eigenschaften wie dauerhaft hohe Lichtdurchlässigkeit, extreme Witterungsbeständigkeit, geringes Gewicht und sehr gute Wärmeisolierleistung kann Plexiglas in Zukunft ein weiter wachsendes Einsatzspektrum abdecken. Besonders in den Bereichen Gebäudeisolation, automobiler Leichtbau, solare Energiegewinnung und energieeffiziente Unterhaltungselsktronik kann der Gesamtenergiebedarf (kosten-)effizient gesenkt werden und zum Klimaschutz beizutragen.

 

Ökologische Neubewertung von Baustoffen

Quelle: DUH© DUH

Von der Wiege bis zur Bahre – bei der Betrachtung von Immobilien währt diese Zeitspanne mit am längsten. Allein aus diesem Grund lohnt es sich, die Nachhaltigkeit neuer, aber auch lange eingeführter Baustoffe in Zeiten der Klima- und  Ressourcenkrise erneut unter die Lupe zu nehmen. Ein seriöses gesamtökologisches Ranking erschließt sich erst über den gesamten Lebensweg. Die Rohstoffgewinnung und ihre Verarbeitung zum fertigen Produkt ist genauso zu betrachten, wie die eigentliche Nutzungsphase eines Baustoffs und schließlich seine Entsorgung beziehungsweise seine Rückführung in den Kreislauf. Im Idealfall werden alle Umweltwirkungen untersucht und wo möglich mit konkurrierenden Produkten verglichen.

Beim Blick auf die Nutzungsphase wurden beispielhaft Energieeinsparpotenziale für den Bereich der Gewächshäuser. Hier kommt Plexiglas bereits seit den 1970er Jahren zum Einsatz und kann den anfallenden Energiebedarf um bis zur Hälfte reduzieren. Die jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem Einsatz von Plexiglas machen den Baustoff unter den heutigen gesetzlichen Vorgaben und Zwängen zur Minderung von Energiebedarf und Klimagasemissionen auch zu einer vielfältig einsetzbaren Alternative im Bereich der energetischen Sanierung von Wohn- und Bürogebäuden.

Schließlich werden die Möglichkeiten zur Rückführung ausgedienter Baustoffe in Zeiten von Klima- und Ressourcenschutzes immer wichtiger. Nur Produkte, die effizient und wirtschaftlich rentabel weitgehend im Kreislauf geführt werden können, werden in Zukunft das Prädikat „ökologisch vorteilhaft“ erhalten und entsprechende Marktvorteile erlangen.

Fahrzeugleichtbau durch innovativen Materialmix

Nachhaltige Mobilität ist eng mit dem Thema Leichtbau verknüpft, denn Leichtbau ermöglicht einen effizienteren und effektiveren Umgang mit den begrenzt verfügbaren Ressourcen. Durch eine Gewichtsreduktion von 10% am Fahrzeug reduzieren sich die CO2-Emissionen um 6% bis 8%.

Besonders der innovative Einsatz von Materialen wie beispielsweise Kunststoffe, Karbon und Aluminium weisen ein beachtliches Potenzial zur nachhaltigen Minimierung des Rohstoff- und Energiebedarfs durch eine Gewichts- und Funktionsoptimierung von Bauteilen und Produkten auf.

Lotus Engineering Inc. veröffentlichte im Auftrag des The International Council on Clean Transportation (ICCT) im März 2010 die Studie „An Assessment of Mass Reduction Opportunities for a 2017 – 2020 Model Year Vehicle Program”. Laut den Untersuchungen kann mit Hilfe von Designoptimierungen und der Verwendung von Leichtbaumaterialien eine Gewichtsreduktion von 38% erreicht werden. Die Kosten erhöhen sich dabei nur um 3%.

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