Naturschutz in Afrika

Rettung für das Okavango-Delta

Mitten in der Südspitze Afrikas, im Nordwesten Botsuanas liegt das Okavango-Delta – eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Der mächtige Okavango-Fluß fächert sich dabei auf und versickert im Becken der Kalahari-Savanne. Zur Regenzeit verwandelt der Fluss dieses Becken in ein Paradies für alle im südlichen Afrika vorkommenden Arten.

Was für die Tierwelt des Binnendeltas ein Segen ist, erschwert jedoch die Arbeit von Dr. Karen Ross, die sich in Bostuana seit über 20 Jahren für den Naturschutz einsetzt. Für diese Arbeit campiert sie monatelang auf ihrem kleinen Grundstück inmitten der Wildnis. Lange Wege, unerwartete Hindernisse und schwierige Kommunikation sind nichts Neues für die passionierte Naturschützerin. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das bislang schwer zugängliche Naturparadies zu schützen. Gemeinsam mit der DUH konnte sie im Juni 2014 einen wichtigen Meilenstein erreichen: Das Okavango-Delta ist als 1.000 Gebiet in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen worden!

UNESCO Weltnaturerbe

Ein international heiß begehrter Titel

Er gilt seit 1972 als das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes geschaffen wurde. Über 1.000 Natur- und Kulturstätten weltweit hat die Weltorgaisation UNESCO als besonders schutzwürdig gelistet, davon über 200 Naturerbestätten. Botsuana hat bislang zwei Welterbestätten.

Lebensader in Gefahr

Lange Zeit war das Okavango-Delta auf dem Landweg nur schwer zu erreichen. Als Naturphänomen und größtes Binnendelta der Welt mit rund 16.000 km² beherbergt es eine faszinierende Tierwelt. 500 Vogelarten und eine große Anzahl verschiedenster Säugetiere, darunter die "Big Five": Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard. Auch gefährdete Arten wie Wildhunde und Litschi-Wasserböcke sind hier noch zu finden.

© R.Eckhof

Die wechselnden Wasserstände haben die unterschiedlichsten Lebensräume und Landschaften geschaffen: Sümpfe, Savannen, Wälder und Halbwüsten. Rund 50.000 Menschen leben hier, sie leben vor allem von der Fischerei und einem noch recht zaghaften, naturverträglichen Tourismus.

Eine große Gefahr für dieses Paradies sind jedoch die aufstrebenden Diamantenminen der De Beers Corporation. Sie verbrauchen für den industriellen Abbau der wertvollen Steine gigantische Mengen an Wasser. Auch das Nachbarland Namibia will den Okavango-Fluss anzapfen um Wasser für seine Hauptstadt Windhuk und die Landwirtschaft zu gewinnen. Beides gefährdet den Okavango, die Lebensader für die Tier- und Pflanzenwelt im Okavango-Delta.

Naturerbe der Menschheit

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Wild Dog (Cape Hunting Dog), Lycaon pictus, young pups ar den, endangered species, Kruger National Park, South Africa.© Nigel Dennis
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Der erste Schritt ist getan: Die Staatengemeinschaft hat dieses einmalige Naturparadies nach einem langwierigen Verfahren als schützenswert anerkannt. Doch nach wie vor ist das Okavango-Delta bedroht. Wir setzen uns auch nach dem ersten Teilerfolg weiterhin für die Artenvielfalt in Afrika ein.

Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende. Unterstützen sie die Arbeit im Okavango-Delta und anderen Projekten des internationalen Natur- und Klimaschutzes. Herzlichen Dank!

Zahlen und Fakten

Lage: südliches Afrika
Staat: Botsuana
Fläche: 16.000 km²
Flora: über 1300 Arten
Fauna: über 700 Arten

Kontakt

Copyright: test

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
Tel.: 030 2400867-13
E-Mail: stoecker@duh.de

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