logo
 
Danke für Ihr Interesse. Unsere aktuellen Themen:
Wir brauchen eine ökologische Zukunft für die Landwirtschaft
Neue DUH-Abgasmessungen: Diesel-Autos noch immer zu dreckig
Globalisierte Umweltzerstörung stoppen mit dem Lieferkettengesetz
Biodiesel? Klimakiller! Palm- und Sojaöl gehören nicht in den Tank
DUH setzt vor Gericht Dieselfahrverbote in Kiel durch
Geschenke für Kohle- und Gaslobby statt Klimaschutz
 
 

Wir brauchen eine ökologische Zukunft für die Landwirtschaft

Spätestens nach den jüngsten Corona-Fällen in Nordrhein-Westfalen ist der Druck auf die Landwirtschaft und die nachgelagerte Ernährungsindustrie so hoch wie nie: Besonders die intensive Tierhaltung ist für viele Umweltprobleme wie Nitrat im Grundwasser, Luftverschmutzung und die Erderhitzung verantwortlich. Eine neue Art der Tierhaltung mit angepasster Flächenbindung, Mindestpreisen für tierische Erzeugnisse und der Förderung heimischer Futtermittel ist seit Jahren überfällig.

Stattdessen steckt die europäische Landwirtschaft in einem Teufelskreis aus hohen Kosten und niedrigen Preisen. Das Ergebnis: Noch größere Betriebe, noch intensivere Tierhaltung, noch mehr Ammoniak und Methan in der Luft, noch mehr Nitrat im Grundwasser und noch brutalerer Raubbau an den südamerikanischen Regenwäldern für billiges Futtersoja. Es reicht! Deutschland muss seine EU-Ratspräsidentschaft dafür nutzen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf eine naturverträgliche Landwirtschaft einzuschwören. Gesunde Böden, Saubere Luft und Sauberes Wasser sind die Grundlagen für artenreiche Lebensräume und unser Überleben. Ein "Weiter so" gefährdet diese Lebensgrundlagen - deshalb fordern wir eine ökologische Zukunft für die Landwirtschaft.
Forderungen für eine naturverträgliche Landwirtschaft
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
mail icon  Newsletter weiterempfehlen
 
 

Neue DUH-Abgasmessungen: Diesel-Autos noch immer zu dreckig

In den vergangenen Monaten hat unser Emissions-Kontroll-Institut wieder die Abgase zahlreicher Euro 5- und Euro 6-Dieselautos gemessen. Wieder mit erschreckenden Ergebnissen: Sogar diese relativ neuen Autos überschreiten die gesetzlichen Grenzwerte für das Diesel-Abgasgift Stickstoffoxid (NOx) teilweise um ein Vielfaches. Negativer Spitzenreiter bei den Euro 5-Dieseln ist BMW mit den Modellen 525d bzw. 740 xDrive, die den NOx-Grenzwert um den Faktor 4,5 überschreiten. Bei den Euro 6-Modellen fällt der Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTI auf: Seine NOx-Emissionen liegen um den Faktor 4,6 über dem Grenzwert, außerdem verbraucht er auf der Straße 27 Prozent mehr Sprit als vom Hersteller angegeben.

Die aktuellen Messungen zeigen erneut zwei Dinge, auf die wir seit Jahren hinweisen: Software-Updates sind bei den gemessenen Modellen weitgehend wirkungslos, während eine Hardware-Nachrüstung die NOx-Emissionen im Realbetrieb um bis zu 80 Prozent senken kann. In den letzten Wochen haben sich die Hinweise verdichtet, dass die Luftverschmutzung die Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung erheblich verstärkt. Deshalb fordern wir erneut Verkehrsminister Scheuer auf: Sorgen Sie für Saubere Luft in unseren Städten und verpflichten Sie die Autokonzerne dazu, ihre Betrugsdiesel mit funktionierender Hardware nachzurüsten!
Zum ausführlichen Messbericht
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
 

Globalisierte Umweltzerstörung stoppen mit dem Lieferkettengesetz

Kaffee, Kakao, Kautschuk, Palmöl: Die Produktion vieler Alltagsprodukte zerstört natürliche oder naturnahe Lebensräume, verursacht Wasser- und Luftverschmutzungen, belastet das Klima und geschieht unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Bisher überlassen EU und Bundesregierung es den Unternehmen, sich per Selbstverpflichtung und mit freiwilligen Zertifizierungen selbst zu kontrollieren. Die Praxis zeigt, dass das nicht funktioniert: Jede Stunde werden 800 Fußballfelder Wald vernichtet, gut ein Drittel davon in den Tropen.

Auch hier muss die Bundesregierung ihre Gestaltungsmöglichkeiten während der EU-Ratspräsidentschaft nutzen und ein verbindliches Lieferkettengesetz vorantreiben, das mit empfindlichen Strafen die weltweite Zerstörung von Ökosystemen wirksam stoppt und Entschädigungen für Betroffene möglich macht.
Infos zum Lieferkettengesetz
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
 

Biodiesel? Klimakiller! Palm- und Sojaöl gehören nicht in den Tank

Der brutale Raubbau an wertvollen Lebensräumen findet übrigens nicht nur wegen Lebensmitteln und Kosmetikprodukten statt: Wussten Sie, dass auch Diesel in Europa und Deutschland Palmöl enthält? Besonders in Südostasien führt dessen Anbau zur Abholzung großflächiger Regenwaldgebiete. "Bio"diesel auf Basis von Lebens- und Futtermitteln kann daher keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Gegenteil: Durchschnittlich emittiert er mindestens 80 Prozent mehr Treibhausgase als fossiler Diesel!

Die EU-Kommission hat 2019 auf Druck durch die Kampagne #notinmytank hin Palmöl als risikoreichen Rohstoff eingestuft und einen stufenweisen Ausstieg aus der Beimischung zum Biodiesel beschlossen – allerdings gilt ein vollständiges Verbot erst ab 2030. Das ist viel zu spät! Wir müssen sofort handeln! Deshalb führen wir die Kampagne weiter: Schreiben Sie jetzt Ihre Protestmail an Landwirtschaftsministerin Klöckner und Wirtschaftsminister Altmaier: Stoppen Sie diesen Irrsinn!
Jetzt Protestmail schreiben
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
 

DUH setzt vor Gericht Dieselfahrverbote in Kiel durch

Gute Nachrichten für die Saubere Luft und die Verkehrswende in Kiel: Das Umweltministerium Schleswig-Holstein und die Stadt Kiel sind mit ihrer Absicht gescheitert, anstelle wirksamer Maßnahmen wie einem Fahrverbot für schmutzige Diesel-Fahrzeuge Placebo-Luftstaubsauger aufzustellen. Der Theodor-Heuss-Ring durchschneidet Kiel als sechsspurige Schnellstrasse; die hier gemessenen Dieselabgase überschreiten den Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m3 im Jahresmittel seit Jahren erheblich. Stadt und Land wollten dort ab Oktober 2020 sechs riesige Luftfilteranlagen auf dem Radweg aufstellen - und diesen dadurch unbenutzbar machen.

Wir konnten in der vergangenen Woche das Oberverwaltungsgericht Schleswig davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, Schadstoffe an der Quelle zu bekämpfen. Mit bemerkenswerter Deutlichkeit hat das Gericht die von der Stadt Kiel vorgelegten Gutachten zerpflückt und in seinem Urteil festgestellt, dass der Nachweis der ausreichenden Wirksamkeit dieser Placebo-Luftfilter nicht erbracht wurde. Ausdrücklich als geeignet werden allerdings Fahrverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge bis einschließlich Euro 5/V gesehen. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch hat nach der Urteilsverkündung das Land aufgefordert, diese Entscheidung zu akzeptieren. Zwischenzeitlich hat der Umweltminister von Schleswig-Holstein angekündigt, das Konzept Luftstaubsauger nicht weiter zu verfolgen und Dieselfahrverbote für Kiel vorzubereiten.

Wir kämpfen für Ihr Recht auf Saubere Luft. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende.
Unterstützen auch Sie uns mit Ihrer Spende
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
 

Geschenke für Kohle- und Gaslobby statt Klimaschutz

Das Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung erweist dem Klimaschutz einen Bärendienst: Die Kohlekonzerne erhalten großzügige Entschädigungen und dürfen ihre Kohlekraftwerke trotzdem bis ins Jahr 2038 weiterbetreiben. Von 2020 bis 2040 entstehen so 134 Millionen Tonnen CO2 mehr, als im Klimaschutzgesetz vorgesehen, und damit werden wir auch das 1,5 Grad-Klimaziel nicht erreichen können. 

Die Kohlekommission hat eigentlich einen klima- und gesellschaftspolitisch tragfähigen Kompromiss erarbeitet. Dennoch schiebt die Bundesregierung jetzt die Abschalttermine für Kohlekraftwerke so weit wie möglich nach hinten, bremst den Ausbau der Erneuerbaren Energien und macht den Kohlekonzernen unverdiente Geldgeschenke. Mit dieser Strategie fährt die Bundesregierung die Energiewende gegen die Wand! Wir kämpfen weiter für einen Kurswechsel und klagen deshalb vor dem Bundesverfassungsgericht auf die Einhaltung unserer Klimaziele.
Alles zu unserer Klimaklage
Faceebook-Icon Facebook
 
Faceebook-Icon Twittern
 
 
 
Herausgeber:
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Fritz-Reichle-Ring 4
D-78315 Radolfzell
info@duh.de - www.duh.de
 
Die Deutsche Umwelthilfe im Netz:
  www   www   www   www   www
DZI
 
Unterstützen Sie uns:
Spenden Sie online unter www.duh.de/spenden/
Oder direkt auf unser Spendenkonto:
IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02
BIC: BFSWDE33XXX
Wenn Sie unseren Newsletter nicht weiter erhalten möchten,
können Sie den Service hier jederzeit abbestellen.