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Was ist die unsinnigste Einweg-Plastikverpackung des Jahres?

In Plastik verpackte Bananen und Gurken, die Kinderzeitschrift im Foliensack oder Tomaten im Kunststoffeimer sind traurige Realität in Supermärkten und Drogerien. In den vergangenen 25 Jahren hat sich der Verpackungsmüll aus Plastik mit 37 kg pro Kopf im Jahr verdoppelt. Obwohl die EU Einweg-Plastikprodukte und Verpackungen verbietet, setzt Umweltministerin Svenja Schulze weiterhin auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller. Sie haben uns Hunderte Beispiele für absurde und oft schlicht unnötige Plastikverpackungen geschickt und wir haben die unsinnigsten ausgesucht. Jetzt haben Sie es in der Hand: Wer bekommt den Goldenen Geier 2019?
Alle Nominierten im Überblick
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1. Die REWE to go Melone

Rund zwei Drittel des Obstes und Gemüses werden in Deutschland in Plastik und Pappe vorverpackt. Dabei haben Tomaten, Möhren, Äpfel und Bananen allesamt bereits eine natürliche Verpackung. Rewe to go setzt noch einen drauf und verkauft 200 Gramm vorportionierte Melonenwürfel in rund 17 Gramm Einwegplastik. Ein Aufdruck auf der Verpackung verrät: „Der Umwelt zuliebe“ wurde das Plastikgäbelchen weggelassen. Doch was als grünes Versprechen daherkommt, kann nur ein schlechter Scherz sein – denn im Vergleich zur verzichtbaren Gesamtverpackung ist die dadurch eingesparte Menge an Kunststoff sehr gering.
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2. Das EDEKA-Kräuterparadies

Dass Gemüse nicht in Einweg verpackt werden muss, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nicht so bei EDEKA: Für nur 15 Gramm Kräuter der Eigenmarke fallen dort durch eine Plastikschale und einen Foliensack rund 9 Gramm Plastikverpackung an. Bei jedem verkauften Kilo Kräuter entstehen so 600 Gramm Plastikmüll. Eine Ressourcenverschwendung sondergleichen, denn eine derartig aufwendige Verpackung ist eigentlich unnötig. Kräuter können auch mit einem einfachen Gummiband portioniert werden.
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3. Der NESTLÉ VITTEL Achterpack

Einwegplastikflaschen sind nicht umweltfreundlich, weil sie für jeden Abfüllprozess energie- und ressourcenintensiv neu hergestellt werden müssen. Im Fall von französischen Mineralwässern entstehen auch noch lange Transportwege. Das Wasser der Nestlé-Marke Vittel legt beispielsweise vom französischen Abfüllort bis nach Berlin ganze 920 Kilometer zurück. Durch den Verkauf in der kleinen Füllgröße 0,33 Liter und der Verpackung als Achterpack in einer Schrumpffolie wird die Ressourcenvergeudung noch verschlimmert. Wenig Wasser in viel Verpackung, lange Transportwege und ein Angriff auf regionale Mehrweg-Strukturen in Deutschland: ein ökologischer und sozialer Irrsinn.
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4. Die HARIBO Goldbären Minis

Weniger Inhalt, mehr Müll, höherer Preis: Haribo lässt sich seinen abfallintensiven „Klassiker im Miniformat“ auch noch teuer bezahlen. Knapp 40 Prozent mehr müssen die Kund*innen für die Goldbären Minis in den kleinen Tütchen im Vergleich zu den normalen Goldbären hinlegen – Plastikmüll inklusive. Denn je kleiner die Verpackungsgröße, desto mehr Material muss eingesetzt werden. Bei den Minis kommen rund 12 Gramm Plastikfolie auf 250 Gramm Gummibärchen. Dabei könnten die Gummibärchen zu Hause oder unterwegs auch einfach selbst portioniert werden.
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5. Der LIDL Apfelkuchen

Lust auf ein Stück französischen Apfelkuchen? Lidl macht’s möglich! Der Kuchen der Lidl-Eigenmarke chef select to go musste nicht nur über 1200 Transportkilometer aus dem französischen Örtchen Marzan bis zu einem Berliner LIDL-Regal zurücklegen. Er ist dazu auch noch stückchenweise in Hartplastikschalen verpackt. 100 g Kuchen in 12 g Plastikverpackung – der absolute Verpackungswahnsinn. Angenommen ein ganzer französischer Apfelkuchen hat 12 Stücke, schafft es der Discounter mit nur 7 Kuchen, 1 Kilo Plastikmüll zu produzieren. Kleiner Tipp: Frischen Apfelkuchen zum Mitnehmen aus der Region gibt es ganz unverpackt auch beim nächstgelegenen Bäcker.
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6. Die FINISH Maschinenpfleger Tabs

Kleinstmengen in völlig überdimensionierter Verpackung: Diesen Trend gibt es nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Gebrauchsgütern wie Spülmaschinentabs. Man könnte meinen, dass drei Tabs zur Reinigung von Spülmaschinen sich mit wenig Verpackungsmaterial schützen ließen. Aber weit gefehlt: die einzeln mit Folie umhüllten Finish Tabs von Reckitt Benckiser werden in einer völlig überdimensionierten Hartplastikverpackung mit einer großflächigen Kunststofffolie auf der Rückseite verkauft. Auf ein Reinigungstab mit 17,5 Gramm kommen ganze 5 Gramm Plastikmüll. Reinigungstabs haben kein Verfallsdatum und werden nicht schlecht - es gibt einfach keinen Grund drei kleine, einzeln verpackte Tabs zu kaufen. Mehr Produkt in weniger Verpackung wäre deutlich besser.
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