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Klimakiller industrielle Landwirtschaft
Gefahren für Klima und Gesundheit
Keine Lebensmittel für die Tonne!
Die nächste Generation muss es besser machen!
Stickstoff: Lebenswichtig und doch gefährlich
Landwirtschaft braucht keine Chemiekeule
Volksbegehren Artenschutz: Übernehmen Sie Verantwortung!
 
 

Klimakiller industrielle Landwirtschaft

Die Landwirtschaft nimmt eine Doppelrolle beim Klimawandel ein: Einerseits leidet sie sehr unter heißen, trockenen Sommern und kurzen Extremereignissen (Starkregen, Hagel); andererseits trägt sie mit ihren Treibhausgas-Emissionen zum Klimawandel bei. Besonders bei der Milch- und Fleischproduktion fallen große Mengen klimaschädlichen Methans an.

Jede*r Einzelne kann mit seinem Konsumverhalten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Doch wenn Deutschland ernsthaft seine Klimaziele erreichen will, muss die Landwirtschaft mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Klimagas-Emissionen entlang verbindlicher Vorgaben radikal senken. Zusammen mit Expert*innen aus Landwirtschaft und Wissenschaft haben wir verschiedene Maßnahmen untersucht und in einer Methanminderungsstrategie zusammengefasst. Wir fordern von der Regierung einen umfassenden und sektorenübergreifenden Methanminderungsplan und bieten mit der Methanminderungsstrategie die richtigen Ansatzpunkte für den landwirtschaftlichen Sektor.
Mehr Informationen
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Gefahren für Klima und Gesundheit

In Europa ist die Landwirtschaft für über 50 % der Methan- und 90 % der Ammoniak-Emissionen verantwortlich. Ammoniak und Methan gefährden nicht nur Klima und Natur, sondern auch die menschliche Gesundheit: Ammoniak reagiert mit anderen Luftschadstoffen zu sekundärem Feinstaub und kann z.B. Asthma, chronische Lungenkrankheiten, Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes verursachen. Methan dagegen ist nicht nur ein Treibhausgas, sondern auch ein Vorläufergas für gesundheitsschädliches bodennahes Ozon.

Methan entsteht vor allem bei der Tierhaltung der Lagerung von Mist, Gülle und Gärresten, bei deren Ausbringung entweicht zusätzlich Lachgas. Ammoniak ist in Kunstdüngern enthalten und entsteht ebenfalls bei der Lagerung und Ausbringung von Dünger aus der Schweine-, Rinder- und Geflügelhaltung. Somit lassen sich vor allem bei der Milch- und Fleischerzeugung direkte (Methan) und indirekte (Ammoniak, Lachgas) Treibhausgase wirkungsvoll vermeiden.

Wir setzen uns für eine Lebensmittelproduktion ohne hohe Ammoniak- und Methanemissionen ein, in dem wir eine abgestimmte Position zusammen mit den Akteuren zur Verringerung der Methan- und Ammoniakemissionen erarbeiten. Mit Ihrer Unterstützung kämpfen wir für eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung.
Das tun wir schon jetzt
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Keine Lebensmittel für die Tonne!

Ein Drittel der Lebensmittel weltweit wird nicht gegessen, sondern landet im Müll. Das belastet nicht nur das Klima unnötigerweise mit 48 Mio. Tonnen CO2, sondern auch die Böden und das Grundwasser mit Dünger und Pestiziden. Mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) hat Deutschland sich das Ziel gesetzt, diese Verschwendung bis 2030 zu halbieren. Private Haushalte können hier sehr leicht viel tun: Mit vorausschauendem Einkaufen, der richtigen Aufbewahrung und der konsequenten Verwertung von Resten. Und wenn doch einmal etwas übrigbleibt: Teilen und weitergeben.

Doch auch außerhalb der privaten Haushalte fallen große Mengen an Lebensmittelabfällen an. Frisches Gemüse findet den Weg nicht in den Verkauf, weil es krumm gewachsen ist. Durch das Mindesthaltbarkeitsdatum werden gute Lebensmittel frühzeitig aus dem Handel genommen. Gemeinsam mit Foodsharing fordern wir deshalb eine Dokumentationspflicht für Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette, verbindliche Reduktionsziele und eine Rechtsicherheit für Lebensmittelretter*innen.
Infos zur Lebensmittel-Verschwendung
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Die nächste Generation muss es besser machen!

Unsere Landwirtschaft produziert Nahrungsmittel, die Lebensgrundlage für uns Menschen sind. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft Ursache vieler Umweltprobleme, wie dem Artensterben und der Gewässerverschmutzung. Deshalb braucht es ein Umdenken: Ökologische Produktionsweisen und veränderte Ernährungsweisen können den Spagat zwischen Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung und dem Erhalt unserer Natur schaffen. Hier setzen wir große Hoffnungen auf den Nachwuchs und engagieren uns für entsprechende Lehrinhalte in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung.

Denn Methan- und Ammoniakemissionen sind zwar schon Thema während der Ausbildung. Bisher werden sie jedoch nur selten als eigenes, umweltrelevantes Thema mit entsprechenden Maßnahmen zur Vermeidung von Emissionen behandelt. Nachwuchslandwirt*innen muss von Anfang an bewusst sein, dass sie mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Umwelt leisten können. Deshalb setzen wir uns im Projekt „Clean Air Farming“ für ein klares Bekenntnis zum Umwelt- und Klimaschutz in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung ein.
Infos zur Ausbildung
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Stickstoff: Lebenswichtig und doch gefährlich

Stickstoff ist ein Grundbaustein des Lebens. Gleichzeitig belasten Stickstoff-Überschüsse unsere Umwelt extrem. Durch intensive Landwirtschaft und die Nutzung fossiler Brenn- und Treibstoffe gelangten in den letzten 50 Jahren immer mehr reaktive Stickstoff-Verbindungen in die Umwelt. Stickstoff ist vom Nährstoff zum Schadstoff geworden.

Besonders die intensive Tierhaltung sorgt in Deutschland für Probleme. Gülle, Jauche und Mist werden als Dünger auf die Felder ausgebracht, die Pflanzen können diese Massen aber nicht gänzlich aufnehmen. Die Folge: Überschüssiger Stickstoff entweicht als Nitrat in Grund- und Oberflächengewässer und als Ammoniak und Lachgas in die Luft. In Oberflächengewässern begünstigt eine solche Nährstoffüberversorgung (Eutrophierung) ein übermäßiges Algenwachstum. Das gefährdet wertvolle Ökosysteme. Gelangt Stickstoff ins Grund- und ins Trinkwasser, kann es direkt für den Menschen gefährlich werden. Wird Nitrat im Körper zu Nitrit umgebaut, kann der Sauerstoff-Transport im Blut behindert werden.
Informationen rund um Stickstoff
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Landwirtschaft braucht keine Chemiekeule

Der Einsatz von Pestiziden hat so stark zugenommen, dass unsere Natur dabei unter die Räder kommt. Herbizide wie Glyphosat sollen die Felder unkrautfrei halten, vernichten dabei aber auch die Nahrung für Insekten, Vögel und Säugetiere. Insektizide bekämpfen zwar effizient Schadinsekten, töten gleichzeitig aber auch andere Arten, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Drei dieser Stoffe hat die EU 2018 verboten; dennoch kommen neue, ähnliche Insektengifte auf den Markt. Glyphosat ist noch bis mindestens 2022 von der EU zugelassen. Die Regierung muss sich endlich klar zu einer Agrarwende bekennen. Der Einsatz von Chemie auf dem Acker muss zur Ausnahme werden. Unsere Kulturlandschaft ist nicht nur Raum für intensive Nahrungsmittelproduktion, sondern muss als Lebensraum erhalten bleiben. Wir fordern deshalb ein Verbot für Glyphosat. Außerdem braucht es ein nationales Pestizidreduktionsprogramm, um die Gesamtmenge der verwendeten Pestizide zu verringern, sowie ein transparentes Zulassungsverfahren.
Informationen zum Pestizideinsatz
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Volksbegehren Artenschutz: Übernehmen Sie Verantwortung!

Nun wissen Sie, wie wir uns für eine zukunftsfähige Landwirtschaft einsetzen - und jetzt sind Sie dran: Denn wir unterstützen das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg. Denn die Zeit drängt: Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln und Wildkräutern ist im Ländle alarmierend. Die Hälfte der Wildbienenarten ist gefährdet, am Bodensee sind seit 1980 25% aller Vögel verschwunden und landesweit sinkt die Masse an Insekten dramatisch.

In Bayern konnte im Sommer eine ähnliche Initiative grundlegende Änderungen am Naturschutzgesetz durchsetzen. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen! Also: Sind Sie in Baden-Württemberg wahlberechtigt? Dann laden Sie das Formular herunter, unterschreiben Sie und geben Sie es im Wahlamt bzw. Bürgerbüro ab. Und wenn Sie nicht wahlberechtigt sind, sagen Sie es mindestens 5 Ihrer Bekannten in Baden-Württemberg weiter!
Jetzt mitmachen!
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Deutsche Umwelthilfe e.V.
Fritz-Reichle-Ring 4
D-78315 Radolfzell
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