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Nachhaltig durch die Corona-Krise: mit Hilfsbereitschaft und Regionalität

Woran wir uns gerade langsam gewöhnen, konnten wir uns vor wenigen Wochen nicht im Entferntesten vorstellen. Unser Leben steht Kopf. Die Corona-Krise verlangt uns allen viel ab und ist mit erheblichen Einschränkungen für jeden von uns verbunden. Auch für die Arbeit der DUH hat sich vieles verändert. Wir schreiben Ihnen heute aus dem Homeoffice, denn wir haben das Glück, viele unserer Aufgaben auch von zuhause und digital erledigen zu können. Doch das Glück hat nicht jeder: Gastronomen, Ladenbesitzer und Solo-Selbstständige sorgen sich derzeit um ihre Zukunft.

Um als einzelne Person und als Gesellschaft möglichst gut durch diese Krise zu kommen, müssen wir trotz des gebotenen physischen Abstands nun etwas näher zusammenrücken. Gerade in Krisenzeiten ist solidarisches Handeln und gegenseitige Hilfe wichtig. Das kann bedeuten, wenn nötig für Nachbarn und Angehörige da zu sein. Es bedeutet aber auch, kleine und mittelständische Unternehmen vor Ort zu unterstützen, die nun am meisten unter den wirtschaftlichen Folgen leiden. Viele Menschen wollen oder können zurzeit nicht selbst einkaufen gehen und bestellen verstärkt online. Sie müssen bei Lebensmittellieferungen jedoch nicht auf große Online-Händler zurückgreifen. Zahlreiche lokale Händler bieten jetzt Lieferdienste an – mit kurzen Wegen und Produkten aus der Region. Wir alle haben es in der Hand, durch die Nutzung dieser Angebote den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und kleinen wie auch mittelständischen Unternehmen dabei zu helfen, diese schwierige Zeit zu überstehen. Gleichzeitig schützen wir durch die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe auch die Umwelt.

Wir haben einige Tipps für Sie zusammengetragen, wie man die eigene Versorgung in nächster Zeit möglichst regional und umweltfreundlich gestalten kann. Hier finden Sie Anregungen, wo Sie in Ihrem Alltag Verpackungsmüll einsparen können.
Zum Verpackungsfasten
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Tipp 1: Getränke in Mehrwegflaschen aus der Region

Das deutsche Mehrwegsystem ist weltweit einzigartig. Es ist die Lebensgrundlage tausender kleiner und mittelständischer Unternehmen, die die Getränkevielfalt in Deutschland ausmachen. Der Kauf von Getränken in regional abgefüllten Mehrwegflaschen fördert eine nachhaltige Wirtschaftsweise, schützt Arbeitsplätze und ist durch kurze Transportwege besonders umweltfreundlich. Über den gesamten Lebenszyklus verursacht beispielsweise Mineralwasser in Mehrwegflaschen nur rund die Hälfte der CO2-Emissionen im Vergleich zu Wasser aus Einwegplastikflaschen. Durch die Nutzung von Mehrwegflaschen, die bis zu 50 Mal wieder befüllt werden können, werden Ressourcen geschont und Abfälle vermieden.

Unterstützen Sie regionale Abfüller sowie Getränkehändler und tun Sie dabei der Umwelt etwas Gutes! Sie müssen dazu nicht einmal selbst einkaufen gehen – viele kleine und mittelständische Händler bieten seit jeher einen Lieferdienst für Getränke an, andere haben aufgrund der Corona-Krise einen solchen eingerichtet. Informieren Sie sich vor Ort und achten Sie beim Kauf auf regional abgefüllte Mehrwegflaschen.
Mehr Informationen zu Mehrweg
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Tipp 2: Regionale Obst- und Gemüsekiste

Wenn es für Sie derzeit nicht möglich ist, Ihren Lebensmitteleinkauf selbst zu erledigen, können Sie auf Angebote aus der Region zurückgreifen. Obst und Gemüse muss man nicht bei großen Online-Plattformen bestellen. Eine Vielzahl an Landwirten bietet eine Gemüsekiste (auch grüne Kiste oder Biokiste), gefüllt mit saisonalen Produkten, an. Aus dem dazugehörigen Hofladen kann man sich oft auch andere Lebensmittel, wie Brot, Honig oder Milchprodukte in diese Kiste packen lassen.

Durch den Kauf regionaler und saisonaler Produkte werden Lieferwege kurz gehalten und viel Energie beim Anbau und Transport eingespart. Zudem werden die Produkte weitgehend unverpackt und in umweltfreundlichen Mehrwegkisten geliefert. Im Handel sind nach wie vor rund zwei Drittel des Obsts und Gemüses in Plastik und Pappe verpackt. Bei großen, konventionellen Lieferdiensten käme hier noch ein Pappkarton als Umverpackung hinzu – noch mehr Müll!
Mehr Tipps zur Abfallvermeidung
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Tipp 3: Lebensmittel haltbar machen

Nicht nur Toilettenpapier und Nudeln, auch Konserven sind derzeit in vielen Supermärkten stark nachgefragt. Doch dies hat besonders negative Auswirkungen auf die Abfall- und Klimabilanz, da Aluminium- oder Weißblechdosen bei der Herstellung viel Energie und Ressourcen verbrauchen und Unmengen an Müll verursachen.

Wer Versorgungsengpässe fürchtet, kann sich stattdessen ganz einfach mit Lebensmitteln aus der Region eindecken und diese in wiederverwendbaren Weckgläsern selbst haltbar machen. So werden nicht nur Verpackungsabfälle vermieden und das Klima geschont – auch regionale Versorgungsstrukturen werden unterstützt und die Lebensmittelverschwendung reduziert. Beim Einkochen von Lebensmitteln können zudem Kinder besonders gut mit einbezogen werden. Neben einem kurzweiligen Zeitvertreib lernen sie zusätzlich, wie sich wertvolle Lebensmittel umweltfreundlich haltbar machen lassen. 
Mehr zum Thema Lebensmittelverschwendung
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Tipp 4: Keine Lebensmittel für die Tonne

Jedes Jahr landen in Deutschland etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne. Das entspricht 571 kg Lebensmitteln pro Sekunde. 102 kg davon schmeißt jeder von uns jährlich im Schnitt zuhause weg, der Rest fällt bei Supermärkten, in der Gastronomie aber auch bei der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln an.

Gerade im Moment ist die Wertschätzung von Lebensmitteln und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung wichtig. Kaufen Sie nur so viel ein, wie ihr Haushalt auch verbrauchen kann. Wer viel einlagert, verliert auch schnell den Überblick und erzeugt die Lebensmittelverschwendung von morgen. Gerade jetzt ist es wichtig, solidarisch zu sein und keine Rieseneinkäufe zu tätigen. Es ist genügend für alle da! Dazu können wir alle beitragen: Zuhause lohnt sich der Kontrollblick, denn nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, sind die Lebensmittel noch lange nicht schlecht.

Wir sind außerdem der Meinung, dass auch die Politik hier handeln muss ¬ wir können es uns derzeit nicht leisten, Lebensmittel zu verschwenden. Wir fordern Frau Klöckner auf, jetzt aktiv zu werden und es für Supermärkte, aber auch für gastronomische Betriebe einfacher zu machen, bedürftigen Menschen Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. 
Mehr zum Mindesthaltbarkeitsdatum
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Vielen Dank!
Bevor wir uns verabschieden, möchten wir nochmal die Gelegenheit nutzen und uns bei all denjenigen von Ihnen bedanken, die gerade in Krankenhäusern, Arztpraxen, im Lebensmittelhandel, in der Apotheke, am Steuer eines LKWs oder an vielen anderen Stellen ein persönliches Risiko eingehen, um uns allen zu helfen. HERZLICHEN DANK! Viele Grüße und bleiben Sie gesund!
Gehen Sie nachhaltig durch die Krise als Verpackungsfaster*in
 
 
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