Elbinsel Kaltehofe im Hamburger Bezirk Mitte

Foto: Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe© Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe
Foto: SDW-Hamburg© SDW-Hamburg
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Fast 100 Jahre versorgte die Filteranlage auf der Elbinsel Kaltehofe die Hansestadt mit sauberem Trinkwasser. Nach der Stilllegung 1990 konnte man sich trotz vorliegender Ideen nicht über die weitere Nutzung einigen, weshalb  die Insel fast 20 Jahre lang brach lag und weitgehend in Vergessenheit geriet. So entwickelte sich in und um die Filterbecken ungestört eine faszinierende Artenvielfalt mitten in der Großstadt. 2003 beauftragte die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte (286.000 Einwohnerinnen und Einwohner) die SDW einen Agenda 21-Prozess Kaltehofe durchzuführen. Das dabei erarbeitete Nutzungskonzept wird von Politik und Verwaltung, Bevölkerung, Naturschutzverbänden, der Eigentümerin HAMBURG WASSER und weiteren Interessengruppen gleichermaßen getragen.

Die SDW wurde von HAMBURG WASSER mit der Ausarbeitung eines Masterplanes beauftragt, um die Ergebnisse des Agenda 21-Prozesses in konkrete Planung zu überführen. Das übergreifende Entwurfskonzept basiert auf dem Thema der „Wasserkunst“ und setzt sich mit der Bedeutung des Ortes Kaltehofe als kulturhistorisches Industriedenkmal auseinander.

Vier Fünftel der Insel sind der ungestörten Entwicklung der Natur vorbehalten. Dazwischen ist rund um die Reste der Trinkwasseraufbereitungsanlage – schilfbewachsene Filterbecken und kleine Schieberhäuser aus Backstein – ein wildromantischer Park entstanden. In Sichtweite der großen Industrieanlagen, die das Festland rund um Kaltehofe bestimmen, findet sich hier eine verblüffende Vielfalt an Vögeln, Amphibien und Säugetieren. Mitten in Hamburg entstand ein einzigartiger Naherholungsraum, in dem unzählige Besucher Ruhe und Erholung suchen und finden.

Auszeichnungsfeier in Leipzig am 25. September 2013

Foto: Stiftung "Lebendige Stadt"© Stiftung "Lebendige Stadt"

Kurzportraet Hamburg-Mitte.pdf

Laudatio zur Auszeichnungsfeier in Leipzig

Bilder vom Ortstermin in Hamburg am 4. Dezember 2012

Unter Angabe der Quelle (DUH) können folgende Fotos frei verwendet werden.

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