Lebendige Lippe

Die Lippe gestern und heute

Von Bad Lippspringe bei Paderborn bis zur Mündung in den Rhein bei Wesel erstreckt sich die Lippe über eine Länge von 220 km. Von der Quelle bis vor die Tore der Stadt Hamm prägen landwirtschaftliche Rahmenbedingungen die Lippe und ihre Aue, ab Hamm kommen Großkraftwerke, Steinkohlebergbau, Schifffahrtskanäle und bereichsweise große Industriebetriebe hinzu. Die Wasserqualität war oberhalb von Hamm bis zur Quelle nie wirklich schlecht, dies erklärt die recht artenreiche Fischfauna auf diesem Abschnitt. Ab Hamm hat sich die Wasserqualität in den vergangenen Jahren zwar verbessert, doch Abwärmeeinleitungen der Großkraftwerke, Sümpfungswässer aus dem Steinkohlebergbau und Stauhaltungen sind nach wie vor bedeutende Belastungen.

Anfang der 1980er Jahre war der vollständige Ausbau der Lippe mit einem Regelprofil abgeschlossen. Uferschwalben und Eisvögel, einst häufige Brutvögel der am Fluss weit verbreiteten Uferabbrüche, fanden keine Brutplätze mehr. Laufverkürzungen waren bereits im 19. Jahrhundert vorgenommen worden, hierdurch ist der empfindliche Geschiebehaushalt des sandgeprägten Flusses massiv gestört. Eintiefung und Auswaschung des Flussbettes bis auf den Mergel prägen heute auf weiten Abschnitten den Fluss. Hierdurch und abschnittsweise zusätzlich durch künstliche Verwallungen ist die Aue vom Fluss und von den kleineren, häufigen Hochwassern getrennt.

Wie ein blaues Band erstreckt sich die Lippeaue bei leichtem Hochwasser hier im Mittellauf zwischen Lippborg (Kreis Soest) und Hamm© Lippborg-Schmehaus)
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