Nationalpark Riesengebirge

Das Riesengebirge ist das Quellgebiet der Elbe - oder Labe, wie sie auf Tschechisch heißt. Als Teil der Westsudeten erstreckt es sich an der Grenze zwischen Polen und der Tschechischen Republik. Höchste Erhebung ist die Schneekoppe (1.602 m).

Die abwechslungsreiche Gebirgslandschaft mit ihren mehr als 1.500 m hohen Gipfeln, lang gezogenen Kämmen, schroffen Tälern, Hochflächen, Karen, Bergseen und Wasserfällen wurde im polnischen Teil 1958 Nationalpark. Tschechien zog 1963 nach. Im Jahre 1992 wurden beide Nationalparke wegen ihrer komplexen Einmaligkeit in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.

Trotzdem schon in den vergangenen Jahrhunderten vor allem für die Glasindustrie Buchen und Bergahorn abgeholzt wurden und die heutigen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Bergfichtenwälder ihren Tribut forderten, besteht eine sehr artenreiche Vegetation, in der sich vor allem endemische Tier- und Pflanzenarten erhalten konnten.
Braunbär, Wolf und Luchs sind jedoch nicht mehr vorhanden. Sie wanderten 
in die Hohe Tatra ab. Mit seltenen Gebirgs- und Tieflandarten gedeihen hier jedoch die verschiedensten Pflanzengesellschaften nebeneinander und bilden ein faszinierendes Mosaik. Hoffnung besteht auch, dass die wegen Gewässerversauerung ausgebliebene Forelle wieder bis in die Höhenlagen hinaufzieht. 
Von der Quelle auf den Bergmatten des Riesengebirges wird aus dem Bächlein Labe ein immer weiter erstarkendes Flüsschen, welches sich als Wasserfall ins Gletscherkar der Elbeschlucht stürzt und in Mäandern, das Hochgebirgsmassiv verlassend dem Mittelböhmischen Elbegebiet zustrebt.

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