Die Energiewende voranbringen

Kraft-Wärme-Kopplung

Ein wichtiger Baustein für die Energiewende

Die Energiewende umfasst viele Bereiche. Dabei geht es nicht nur darum, den Einsatz der Erneuerbaren Energien zu fördern, sondern auch die erzeugte Energie effizient zu nutzen. Hier kommt die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ins Spiel. Diese Technik wird eingesetzt, um die Wärme, die bei der Stromproduktion entsteht, einzufangen und zu nutzen.

Bei der Stromerzeugung in einem konventionellen Kraftwerk geht ein großer Teil der gewonnenen Energie ungenutzt verloren. Abwärme, die bei der Stromproduktion ungenutzt in die Luft gelangt und Verluste beim Transport des Stroms vom Kraftwerk bis zum Verbraucher sind zwei der Gründe für diese Einbußen. Nicht so bei der KWK. Hier wird die Wärme, die beim Prozess der Stromerzeugung entsteht, abgefangen und direkt weiterverwendet oder gespeichert. Aus der entstandenen Abwärme wird unmittelbar Wärme für die Heizung oder Heißwasser. Strom und Wärme in einem Arbeitsgang. Wird als Energiequelle Erdgas und nicht Kohle genutzt, werden CO2-Emissionen reduziert. Bei Erneuerbaren Energien fallen sie ganz weg. Die KWK ist eine umwelt- und klimafreundliche Art der Strom – und Wärmeproduktion.

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Der Einsatz von KWK-Anlagen in privaten Haushalten, Gewerbe und Industrie leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und trägt zum Erfolg der Energiewende bei. Ende 2014 hat die Bundesregierung im Rahmen des Aktionsprogramms Klimaschutz beschlossen, dass KWK-Anlagen eine zusätzliche Emissionsminderung von vier Millionen Tonnen CO2 bis zum Jahr 2020 erbringen sollen.

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Seit dem 1. Januar 2016 ist die Novelle zur Kraft-Wärme-Kopplung in Kraft. Dadurch ist der Fortbestand hocheffizienter Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung gesichert. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßt, dass mit der Novelle der Umstieg von Kohle zu Gas gefördert wird.  Allerdings wird mit dem neuen Gesetz deutlich weniger KWK gefördert als bisher. Der Beitrag der KWK zur CO2-Reduktion vermindert sich dadurch. Um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen, muss die Bundesregierung weitere Schritte in Angriff nehmen, um eine klimaschonende Wärmewende erreichen zu können. Dabei wird der Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärmebereich immer wichtiger werden.

Kontakt

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Dr. Peter Ahmels
Leiter Energie und Klimaschutz
E-Mail: ahmels@duh.de

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