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2015/2016 Birgit Schweiger

Die sympathische Künstlerin aus Österreich nimmt ihre Inspirationen aus ihrem Lebensumfeld. Sie arbeitet meist mit eigenem Fotomaterial, mit Acryltechnik und/oder Öl auf Leinwand. Sie mag kräftige Farben und erzeugt dadurch starke Kontraste mit Licht und Schatten.

Im Rahmen unserer Ausstellungsreihe „Kunst für die Umwelt“ zeigte Frau Schweiger 2015 / 2016 Giganten der Energiegewinnung. Die teilweise hässlichen Nutzobjekte unserer Zeit wie Windräder, Sonnenkollektoren, Wasserkraftwerke setzt Sie malerisch um - im Zusammenspiel mit Menschen unserer Zeit.

"Ursprünglich wurde ich inspiriert durch Fahrten nach Wien im Raum St. Pölten - jeder kennt diese Giganten. Die Meinungen über Windräder in der Landschaft sind ja ziemlich geteilt. Mich haben sie immer schon fasziniert. Diese Kraft, diese Bewegung - mal träge, mal beinahe hektisch. Gefährlich für mich, da ich beim Autofahren abgelenkt bin. Das hat mich irgendwie motiviert zu versuchen, etwas daraus zu machen. Nicht nur, weil Energie (ohne politisch zu sein) von frühester Jugend an bis jetzt (natürlich für sehr viele von uns) ein großes Thema für mich war. Mein Vater hatte schon im Jahr 1975 die erste österreichische drehbare Solaranlage bei uns im Garten gebaut/installiert. Ein hässliches Teil, aber trotzdem immer ein Teil des Elternhauses und der Energie darin.
Und, ehrlich, diese Solaranlagen auf den Hausdächern sind nach wie vor hässlich, so designed kann ein Haus gar nicht sein... Ein Wasserkraftwerk macht viel kaputt, greift verstärkt in die Natur ein. Viel Beton, den ich in meinen Bildern durchaus mal in violett oder gelb, bis hin zum grellen Orange darstelle. Was geschieht mit Meeresbewohnern bei Gezeitenkraftwerken? Alles spannende, kontrovers diskutierte Themen.

Trotzdem, ich wollte diese Giganten in meinen Werkzyklus einbauen. Im Zusammenspiel mit Menschen, vor allem mit jungen Menschen die viel Energie haben, auch viel Energie brauchen. Menschen auf Konzerten, eingebettet in teilweise liebliche, vereinfachte Landschaftsstrukturen, vor niemals in Betrieb genommenen Atomkraftwerken. Die Sorglosigkeit in ihren Gesten, die Selbstverständlichkeit im Umgang mit Energie, Menschen überzeichnet in Naivität, Desinteresse, einem überhöhten Selbstwert, aber auch liebenswert."

Birgit Schweiger

Evolving
Prioritätenfrage

Kontakt

Copyright: Steffen Holzmann

Claudia Tauer
Sekretariat
Tel.: 030 2400867-641
E-Mail: tauer@duh.de

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