Dekarbonisierung der Energiesektoren

Klimaschutzpotenziale und Energiewirtschaft

Ohne mehr erneuerbaren Strom in den bislang von fossilen Brennstoffen dominierten Sektoren Wärme und Verkehr wird der Klimaschutz nicht gelingen. Die Deutsche Umwelthilfe und die Agentur für Erneuerbare Energien bündeln mit dem Projekt „KoSeKo – Koordinierungsstelle Sektorenkopplung“ Informationen zur Kopplung der Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr und wollen die Umsetzung von innovativen Projekten voranbringen. Der besondere Fokus des Projekts liegt auf der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien für die Wärmeversorgung (z.B. Power-to-Heat oder Power-to-Gas).

Mit Hilfe der Sektorenkopplung können fossile Energieträger (z.B. Öl und Gas) durch erneuerbaren Strom  ersetzt und damit ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung der Energiesektoren geleistet werden. Die Herausforderung des Themas liegt vor allem in seiner technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Komplexität. In der praktischen Umsetzung vor Ort bestehen bei allen beteiligten Akteuren daher viele offene Fragen.

Mit dem Projekt „KoSeKo - Koordinierungsstelle Sektorenkopplung“ wird der Sach- und Diskussionsstand auf einer zentralen Onlineplattform  aufbereitet und in einer Reihe regionaler Veranstaltungen der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren aus Politik, Energiewirtschaft und Wissenschaft ermöglicht. Ein Fachbeirat sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit flankieren diese Maßnahmen.

Ziel der „Koordinierungsstelle Sektorenkopplung“ ist es, durch Vernetzung der relevanten Akteure und Verbreitung von Best-Practice-Beispielen die Umsetzung von Projekten der Sektorenkopplung in Deutschland voranzutreiben und so dazu beizutragen, das Klimaschutzpotenzial auszuschöpfen. Damit richtet sich das Angebot der Koordinierungsstelle in erster Linie an Akteure vor Ort, die sich in den Unternehmensfeldern erneuerbare Stromerzeugung und nachhaltige Wärmeversorgung bewegen. Sie sollen einen besseren Überblick über mögliche Geschäftsmodelle und potenzielle Kooperationspartner erhalten.

„KoSeKo“ wird gemeinsam von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. umgesetzt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Das Projekt läuft drei Jahre (bis Ende 2020).

Mehr zum Thema Sektorenkopplung und wie wir Klimaneutralität im Wärme- und Verkehrssektor erreichen können, lesen Sie im Interview mit Sascha Müller-Kraenner: Wie bringen wir die Energiewende auch in den Wärme- und den Verkehrssektor?

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