So unterstützen wir Sie!

Unsere Projektmodule zur Optimierung von Klimaschutzstrategien

Im Rahmen des Projektes "KlimaStadtWerk" werden Stadtwerke gezielt bei der Aufstellung bzw. Optimierung einer eigenen Klimaschutzstrategie unterstützt und begleitet. Zu diesem Zweck wird ein Check vorhandener und zukünftiger Klimaschutzmaßnahmen von Stadtwerken entwickelt, ein Coaching für interessierte Stadtwerke durchgeführt sowie ein Leitfaden ausgearbeitet. 

1. Strategie-Check: Stadtwerke optimieren ihre Klimaschutzstrategie

Der Strategie-Check im Rahmen des Projekts „KlimaStadtWerk“ bietet kommunalen Energieversorgern die Möglichkeit, mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe e.V., die eigene Klimaschutzstrategie zu optimieren oder eine solche Strategie neu zu entwickeln. Der Strategie-Check umfasst folgende Handlungsbereiche: Strom, Wärme, Energieeffizienz, Mobilität/ÖPNV und Wasser/Abwasser/Abfall. Dabei werden die Geschäftsfelder und der jeweilige Zuschnitt der teilnehmenden Unternehmen berücksichtigt. Grundlage des von der DUH moderierten Prozesses ist ein Werkzeug auf Excel-Basis, welches mit Unterstützung einer Experten-Gruppe entwickelt wurde, in der auch Entscheider und Mitarbeiter von Stadtwerken vertreten waren.

Als Ergebnis des Strategie-Checks wird ein individuelles Abschlussdokument mit Empfehlungen im Hinblick auf eine unternehmenseigene Klimaschutzstratgie erstellt. Des Weiteren erhält jedes Unternehmen von der DUH ein Zertifikat (Urkunde), das belegt, dass es am Strategie-Check „KlimaStadtWerK“ teilgenommen und sich intensiv mit der Klimaschutzwirkung der eigenen Geschäftstätigkeit auseinandergesetzt hat. Parallel dazu würdigen wir das Engagement in einer bundesweiten Pressemitteilung. Die Durchführung des Strategie-Checks ist kostenlos.

© Daria Junggeburth

Der Strategie-Check wird bei den teilnehmenden Energieversorgungsunternehmen vor Ort im Rahmen von mehreren Workshops durchgeführt. Auf Grundlage des von der DUH entwickelten Analysetools können die ausgewählten Unternehmen eine vorhandene Klimaschutz-Strategie weiter ausbauen oder eine neue Strategie entwerfen. Dabei bietet der Strategie-Check gleichzeitig die Möglichkeit, Emissionsminderungen je nach beabsichtigtem Vorgehen näherungsweise abzuschätzen.

Der Strategie-Check ist kein geschlossenes Instrumentarium. Er kann jederzeit um weitere Geschäftsbereiche, die für das Unternehmen in puncto Klimaschutz besonders relevant sind, erweitert werden. Zudem enthält das Werkzeug einen Baustein, auf dessen Grundlage sich mögliche neue Geschäftsfelder des Unternehmens, die den Klimaschutz in der Region voranbringen können, diskutieren lassen. Im Rahmen der Analyse der zukünftigen Geschäftstätigkeiten ist es möglich, Klimaschutzaktivitäten und betriebswirtschaftliche Vorgaben miteinander zu verbinden.

Als Ergebnis der Workshops erhält jedes Stadtwerk eine abschließende Auswertung seitens der DUH. Diese Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse wird verdeutlichen, in welchen Geschäftsfeldern Klimaschutzaspekte in den kommenden fünf Jahren weiter ausgebaut werden können. Wie hoch die Emissionen sind, die sich bei Umsetzung der gewählten Strategie vermeiden lassen, wird ebenfalls je Handlungsfeld ausgewiesen.

Download

Die Demo-Version des Strategie-Checks, die auf das Handlungsfeld Strom begrenzt ist, steht rechts als Download zur Verfügung. Den komplett ausgearbeiteten Strategie-Check präsentieren wir den Teilnehmern im Vorfeld des ersten Strategie-Workshops.

Am Strategie-Check nehmen folgende acht Unternehmen teil:

  • Stadtwerke Castrop-Rauxel GmbH
  • Stadtwerke Ettlingen GmbH
  • Stadtwerke Gütersloh GmbH
  • Städtische Werke AG mit Sitz in Kassel
  • Stadtwerke Radolfzell GmbH
  • Stadtwerke Stade GmbH
  • Stadtwerke Tuttlingen GmbH
  • Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH mit Sitz in Ingelheim

Die DUH hat in der Zusammenstellung "Klimaschutz in Stadtwerken - Die Teilnehmer am Strategie-Check" die Unternehmen mit ihren klimaschutzrelevanten Besonderheiten portraitiert. Jedes Stadtwerk wird auf einer Seite mit seinen Klimaschutzaktivitäten und der Klimaschutzstrategie vorgestellt.

Die DUH hat im Zeitraum von März bis Oktober 2015 einen sogenannten Strategie-Check in insgesamt acht Stadtwerken durchgeführt.

In jeweils zwei Workshop-Runden pro Stadtwerk wurde der aktuelle Status Quo des Klimaschutzes in den für die kommunalen Unternehmen relevanten Geschäftsfeldern analysiert. Darüber hinaus wurden mittelfristige Klimaschutzziele und -potenziale der Stadtwerke mit dem Zeithorizont 2020 erörtert.

Die DUH hat die Ergebnisse der durchgeführten Strategie-Checks analysiert und in verallgemeinerter Form aufbereitet. Diese Auswertung steht Ihnen auf dieser Seite zum Download zur Verfügung. Darin erhalten interessierte Stadtwerke wichtige Hinweise, die sie bei für eine eigene Klimaschutzstrategie nutzen können.

Unterstützt wurde die Deutsche Umwelthilfe bei der Erstellung des Excel basierten Strategie-Checks durch Vertreter folgender Stadtwerke und Institutionen:

  • ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
  • IZES - Institut für ZukunftsEnergieSysteme
  • Mainova
  • Stadtwerk Haßfurt
  • Stadtwerke Schwäbisch Hall
  • Wuppertal Institut

2. Eintägiger Coaching-Workshop

Eine Bewerbung von Stadtwerken für einen kostenlosen Coaching-Tag im Rahmen des Projekts "KlimaStadtWerk" ist aktuell nicht mehr möglich. Gerne können Sie das Angebot jedoch weiterhin kostenpflichtig in Anspruch nehmen. Kontaktieren Sie uns und sprechen Sie die Konditionen mit uns ab. 

Beim Coaching handelt sich um einen Workshop-Tag, der von der DUH moderiert wird und für Sie kostenlos ist. Inhaltlich geht es um mehr Klimaschutz im Unternehmen.

Wir suchen Stadtwerke, welche die Absicht haben, in Ihrem Unternehmen verstärkt etwas für den Klimaschutz zu leisten. Vielleicht wissen Sie noch nicht genau, in welchem Bereich Sie sich stärker engagieren können? Oder Sie haben schon kleinere bzw. wenige Maßnahmen umgesetzt? Angesprochen sind insbesondere kleine bis mittelgroße Stadt- oder Gemeindewerke. Unternehmen, die eine personelle Neustrukturierung durchlaufen haben, sind ebenfalls adressiert. Von Ihrer Seite nehmen möglichst Mitarbeiter/innen der relevanten, nachfolgendend genannten Geschäftsbereiche teil, damit der Informationsaustausch zielführend ist.

Wir werden die Themenfelder Strom, Wärme, Energieeffizienz, Mobilität sowie (Ab-)Wasser und Abfall hinsichtlich bestehender oder künftiger Klimaschutzmaßnahmen gemeinsam diskutieren.
Die Auswahl der Themen hängt selbstverständlich von Ihrer Unternehmensausrichtung ab. Fällt eine Geschäftstätigkeit nicht in Ihr Aufgabenspektrum, betrachten wir sie nur dann, falls Sie zukünftig Ihre Geschäftstätigkeit ausweiten und in weitere Geschäftsfelder investieren wollen. Ansonsten klammern wir ein nicht abgecktes Geschäftsfeld in der Diskussion aus. Umgekehrt können wir auf einen Ihrer Schwerpunkte ein besonderes Augenmerk legen.

Als Anhaltspunkt dienen die „Checklisten“ im Handlungsleitfaden „Stadtwerk mit KlimaZukunft – Handlungsempfehlungen für mehr Klimaschutz in Stadtwerken“. Die in dem Dokument enthaltenen, von den Stadtwerken vorab ausgefüllten Checklisten bilden die Grundlage für unsere Vorbereitung und für die Planung des Workshopverlaufs.

Neben einer detaillierten Analyse der Sparten mit Bezug zum Klimaschutz geben wir Hilfestellung und lassen beispielsweise gelungene Umsetzungen anderer Stadtwerke in das Coaching einfließen.

In einem Abschlussdokument stellen wir zentrale Inhalte der Diskussion zusammen und verweisen auf Optimierungspotenziale.

Im Rahmen des Gesamtprojekts „KlimaStadtWerk“ haben wir 2015 ein Coaching bei den Stadtwerken Burscheid in der Nähe von Leverkusen durchgeführt. Falls Sie mehr über die Erfahrungen der Stadtwerke Burscheid erfahren möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem dortigen Ansprechpartner auf.

Herr Peter Herrman
Technischer Energievertrieb / Energieberatung
E-Mail: herrman@stadtwerke-burscheid.de
Tel.: 02174 - 78 78 55

Des Weiteren fanden 2016 Termine bei den Stadtwerken Bad Windsheim und dem Stadtwerk am See statt.

3. Handlungsleitfaden: Stadtwerk mit KlimaZukunft

Wie können sich Stadtwerke den zukünftigen Herausforderungen einer im Umbruch befindlichen Energiewirtschaft stellen und gleichzeitig Klimaschutzaspekte berücksichtigen?

Der vorliegende Handlungsleitfaden "Stadtwerk mit KlimaZukunft – Handlungsempfehlungen für mehr Klimaschutz in Stadtwerken" stellt die zentrale Rolle von Stadtwerken für den lokalen und regionalen Klimaschutz heraus und betrachtet sehr detailliert die möglichen Handlungsoptionen. Dabei steht die Verknüpfung von wirtschaftlichem Erfolg mit signifikanten Beiträgen zum Klimaschutz im Vordergrund. Der im November 2014 erstmalig veröffentlichte Handlungsleitfaden wurde 2016 überarbeitet und aktualisiert.

Die einzelnen Kapitel des Handlungsleitfadens sind in die für Stadtwerke hauptsächlich relevanten Geschäftsbereiche gegliedert und alle nach einem einheitlichen Raster aufgebaut. Die betrachteten Bereiche sind:

  •   Strom
  •   Wärme (Kälte)
  •   Energieeffizienz
  •   Mobilität (inklusive ÖPNV)
  •   Wasser/ Abwasser/ Abfall

Im jeweils ersten Teil eines Kapitels werden konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Diese werden durch Beispiele aus Stadtwerken veranschaulicht. Zusätzliche Hintergrundinformationen, die zu einem besseren Verständnis der Handlungsempfehlungen beitragen sollen, sind als Infoblöcke gekennzeichnet. Am Ende eines jeden Kapitels bieten wir Mitarbeitern von Stadtwerken die Gelegenheit, mit einer kurzen Checkliste zu überprüfen, welche Beiträge zum Klimaschutz bereits in die Geschäftstätigkeit in der jeweiligen Sparte eingeflossen sind und wo das kommunale Unternehmen zukünftig tätig werden kann.

Die Geschäftsfelder sowie die ausgesprochenen Handlungsempfehlungen korrespondieren mit dem Strategie-Check zur Optimierung oder Neuaufstellung der Klimaschutzstrategien von Stadtwerken, den die Deutsche Umwelthilfe im Rahmen des Gesamtprojekts „KlimaStadtWerk“ anbietet. Informationen zum Strategie-Check und den hierfür entwickelten Werkzeugen erhalten Sie hier.

4. Vorstudie

Ausgehend von den hohen Erwartungen an kommunale Energieversorgungsunternehmen für den regionalen und lokalen Klimaschutz Verantwortung zu übernehmen und bei gleichzeitig großen Einflussmöglichkeiten auf eine lokale CO2-Minderung, untersucht die Vorstudie „Klimaschutz in Stadtwerken - eine Kurzanalyse des Umsetzungstandes im Jahr 2013“ das Klimaschutzmanagement in deutschen Stadtwerken.

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