Der Wettbewerb

Der Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ richtete sich an alle kreisangehörigen und kreisfreien Städte und Gemeinden in Deutschland. Außerdem konnten Ämter, Verbandsgemeinden, Samtgemeinden, Verwaltungsverbände und Verwaltungsgemeinschaften teilnehmen – vorausgesetzt keine Mitgliedsgemeinde dieser Körperschaft nahm einzeln am Wettbewerb teil.

Es wurden drei Teilnehmerklassen unterschieden:

  • Teilnehmerklasse bis 20.000 Einwohner
  • Teilnehmerklasse bis 100.000 Einwohner
  • Teilnehmerklasse über 100.000 Einwohner

Der Wettbewerb erfasste kommunale Klimaschutzbemühungen in ausgesuchten Handlungsfeldern, die in einem Fragebogen zusammengestellt wurden.
Auch nach Beendigung der Ausschreibungsphase steht der Fragebogen hier zum Download zur Verfügung. Kommunen, die Ihre Bemühungen im Klimaschutz verstärken möchten, können den Fragebogen als Einstieg in eine erste Stärken- und Schwächenanalyse nutzen. 
Informationen rund um den Wettbewerb finden Sie hier im Internet und in unserem Internetforum. Mit dem Forum soll gleichzeitig ein aktiver Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Städten und Gemeinden ermöglicht werden.

Die Themenfelder

Der Wettbewerbsfragebogen umfasste ein breitgefächertes Repertoire an kommunalen Klimaschutzmaßnahmen:

  • Energiesparen
  • Green IT und energieeffizientes Büro
  • Energieerzeugung
  • Verkehr
  • Siedlungsgestaltung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung

Neben der Beantwortung von konkreten Fragen konnten die Kommunen eigene bereits umgesetzte Projekte in den einzelnen Bereichen vorstellen.

Hier einige Beispielfragen aus dem diesjährigen Wettbewerb:

  • Führt Ihre Kommune eine regelmäßige Kontrolle des Stromverbrauchs in ihren Gebäuden durch?
  • Wie wird bei der Beschaffung von Bürogeräten Energie eingespart bzw. betreibt Ihre Kommune eine umweltorientierte Beschaffungspolitik?
  • Unterstützt Ihre Kommune den Betrieb einer Bürgerenergieanlage auf der Basis erneuerbarer Energien?
  • Wurde im Rahmen der Bauleitplanung auf Initiative
    der Kommune mindestens ein Bebauugsplan,
    Vorhaben- und Erschliessungsplan o.ä. aufgestellt,
    der im Hinblick auf die Energiebilanz optimiert wurde?
© FirstSolar
© Heike Herin / pixelio
Fotos: siehe unten© C. Noehren / pixelio

In den verschiedenen Handlungsfeldern, wie beispielsweise beim Energiesparen, liegt es in der Verantwortung der Kommunen selbst aktiv zu werden. Viele Kommunen sind bereits aktiv. Davon kann man sich beispielsweise auf dem kommunalen Portal www.kommunal-erneuerbar.de überzeugen, das unserer Kooperationspartner die Agentur für Erneuerbare Energien aufgebaut hat. Gleichzeitig sind Städte und Gemeinden damit ein wichtiges Vorbild für ihre Bürgerinnen und Bürger. Dass jeder Einzelne auch etwas für den Klimaschutz tun kann, zeigt zum Beispiel unser Partner, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), mit ihrer Kampagne „Haus sanieren – profitieren!“.

Bewertungen und Auszeichnungen

Der Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“

Der Fragenkatalog bildet die Bewertungsgrundlage des Wettbewerbs. Die Kommunen erhalten sowohl Punkte für die Beantwortung der Fragen, als auch für die Vorstellung eigener Klimaschutzprojekte in den einzelnen Themenfeldern.  Diejenige Kommune, welche die höchste Gesamtpunktzahl erzielt, gewinnt den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“.  Die Siegerkommune kann sich zudem über einen Sachpreis freuen. Außerdem werden die besten Kommunen in den drei Teilnehmerklassen ermittelt, welche als „Klimaschutzkommune 2010“ gewürdigt werden.
Im Rahmen einer feierlichen Auszeichnungsfeier am 25. Oktober 2010 in Berlin werden alle Preisträger geehrt und auf unserer Internetseite veröffentlicht. Jede Teilnehmerkommune erhält, unabhängig von ihrer Platzierung, eine Urkunde als Anerkennung für ihren Einsatz.

Auszeichnung innovativer Einzelprojekte im Bereich „Green IT“

Im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie liegen erhebliche Einsparpotentiale in der Beschaffung energiesparender Geräte und ihrer energieeffzienten Nutzung. Bisherige Stromeinsparerfolge in den Kommunen, die beispielsweise durch Beleuchtungssanierung erzielt wurden, werden in erster Linie durch eine Ausweitung der Leistungskapazitäten im IT-Bereich wieder zunichte gemacht. Aus diesem Grund wurde das Handlungsfeld „Green IT“ als besonderer Schwerpunkt des Wettbewerbs gewählt. Wir prämieren unter allen Teilnehmern drei Kommunen, die impulsgebende und überzeugende Einzelprojekte aus dem Bereich „Green IT“ umgesetzt haben.

Fotos (v.o.): First Solar GmbH; Heike Hering/pixelio; Gemeinde Rommerskirchen; Gemeinde Wettenberg; C. Nöhren/pixelio (www.pixelio.de)

Kontakt

Copyright: Andreas Kochloeffel

Robert Spreter
Leiter Kommunaler Umweltschutz
E-Mail: Mail schreiben

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