Wasserkraftwerk Holtey/ Nordrhein-Westfalen

Wasserkraftwerk Holtey; Quelle: Winfried Holtey© 

In Marsberg-Westheim wurde durch das Förderprogramm Regenerative Energien des Landes Nordrhein-Westfalen der Neubau einer Wasserkraftanlage gefördert. Von Anfang an wurden die zuständigen Behörden einbezogen, so dass wirtschaftliche, wasserrechtliche und gewässerökologische Gesichtspunkte gemeinsam diskutiert wurden.

Familie Holtey besaß eine alte Mühle an der Diemel, deren Turbine (Bj. 1908) und Anlagenteile jedoch stark verschlissen waren und einen Neubau notwendig machten. Aufgrund der guten Zusammenarbeit der Beteiligten, konnte das Genehmigungsverfahren in nur 10 Monaten abgewickelt werden. Es erfolgte eine Plangenehmigung nach § 31 WHG (Wasserhaushaltsgesetz).

Der Neubau macht nicht nur eine Weiternutzung der klimafreundlichen Wasserenergie möglich, sondern bringt auch ökologische Verbesserungen mit sich. So wurde eine Fischaufstiegsanlage integriert und auf eine angemessene Restwassermenge geachtet. Positiv wirkt sich auch die Verkürzung der Ausleitungsstrecke von 500 auf 130 m aus. Im Übrigen ergaben Untersuchungen an der Anlage, dass bei der Festlegung der Mindestwassermenge immer auch Strukturierung und Länge der Ausleitungsstrecke beachtet werden sollten, da diese unter Umständen wichtigere Aspekte für die Durchgängigkeit darstellen als eine pauschal definierte Wassermenge. Trotz der Auflagen des Naturschutzes konnte nach Aussagen des Betreibers die Stromerzeugung deutlich gesteigert werden.

<strong>Zustand vor Neu- / Umbau Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie Erzielte Verbesserungen der Gewässerökologie und Defizite bei der Umsetzung der Maßnahmen</strong>
Keine biologische Durchgängigkeit Fischaufstiegsanlage; Verkürzung der Ausleitungsstrecke; Einhaltung Mindestwassermenge, Dialog mit Naturschutz etc. Weitgehende biologische Durchgängigkeit

Technische Daten zum Kraftwerk

Betreiber:

Herr Winfried Holtey

Am Wehr

34431 Marsberg-Westheim

Tel.: 05251/480555

w.holtey@gmx.de

 

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