Aktion "Fifty-Fifty"

Projektbeispiele

Schulhofbegrünung, Grundschule Borna

Im Ausgangszustand des Schulhofgeländes waren 80% der Fläche asphaltiert. Die Begrünung mit einheimischen Baumarten und eine Anreicherung des Geländes mit Ruhe, Lern- und Erlebnisräumen ist geplant. Ein Arboretum soll entstehen – ein Schulwald mit einem Lehrpfad über die einheimische Pflanzenwelt. Die Beobachtung des Wachstums und der Einflüsse von Sonne, Wind und Regen sollen Raum bieten für neue vielfältige „Forschungsprojekte“. Wie lange dauert es, bis aus Blüten Früchte werden? Welche Tiere wohnen auf diesem Baum? Wie schmeckt das Obst von dem Baum, den man selbst gepflanzt hat? Damit einhergehend, ist eine schrittweise Entsiegelung und Renaturierung des Geländes machbar.

Seit dem Jahr 2005 wurden die von Lehrern, Eltern und Kindern gemeinsam erarbeiteten Ideen umgesetzt: ein neue Spielzone wurde aufgebaut und die ersten Bäume des Arboretums gepflanzt. Mit den Mitteln aus der Handy-Sammlung konnten 2006 weitere Flächen entsiegelt und Bäume gesetzt werden. Es entstanden ein Weidentunnel, sowie Lernstationen rund um die verschiedenen Baumarten.

Neue Lebensräume für den Kiebitz an der Kinzig

Der Kiebitz war vor wenigen Jahren noch einer der häufigsten Vögel der europäischen Kulturlandschaft. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und frühe Mahdtermine, Entwässerungen und den Umbruch von Feuchtgrünland erlitt er dramatische Einbußen. So war lange Zeit an der Kinzig nur das Langenselbolder „Flos“ als Kiebitz-Brutplatz bekannt.

Der Arbeitskreis Main-Kinzig der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) setzte sich daher das Ziel, die Rastplatzsituation für den Kiebitz und andere Wiesenvögel zu verbessern und neue Brutplätze im Kinzigtal zu schaffen. Dazu rief er im Jahre 2004 die Aktion „Kiebitz in Not“ ins Leben, für die kreisweit – mit der Unterstützung von inzwischen 14 Städten und Gemeinden sowie des Landkreises – knapp 600 Handys eingesammelt wurden. Für jedes Gerät erhält der Arbeitskreis Main-Kinzig 1,50 € von T-Mobile; Geld, das die HGON beispielsweise Anfang 2006 zur Anlage von „kiebitzgerechten Biotopen“ in Hasselroth einsetzte.
Seitdem werden die drei großen Flutmulden im Auengrünland der Kinzig regelmäßig kontrolliert: Während der Zugzeit im Frühjahr rasteten hier große Kiebitztrupps. Jetzt - zur Brutzeit - registrierten die Akteure der HGON bei den verbleibenden Vögeln nicht nur typisches Revierverhalten, das auf eine Brut schließen lässt, sondern entdeckten sogar Jungvögel. Ein großer Erfolg, der auch T-Mobile überzeugte, so dass das Unternehmen das Projekt „Kiebitz in Not“ ab sofort für zwei Jahre zusätzlich finanziell fördern will. Weitere Kiebitzbiotope entlang der Kinzig sind damit in greifbare Nähe gerückt.

Teilen auf: