Lebendige Wälder

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Deutschlands Wälder bedecken ein Drittel der Landesfläche. Doch der Großteil besteht aus weitestgehend naturfernen Fichten- und Kiefernforsten. Vom Menschen unbeeinflusste Urwälder gibt es gar nicht mehr und Wälder, die sich unbeeinflusst zum „Urwald von morgen“ entwickeln dürfen, machen nur ein Prozent der Fläche aus. Doch gerade diese strukturreichen und dynamischen „Lebendigen Wälder“ sind von unschätzbarem Wert für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie für den Grundwasser- und Klimaschutz.

Unser Einsatz für Lebendige Wälder:

  • 10 Million Trees
    500 Obstbäume werden auf öffentlichen Freiflächen der Regionen Hannover und Hildesheim gepflanzt. Dabei wird besonders Wert gelegt auf alte, hochstämmige Sorten sowie Wildobst. Die entstehenden großflächigen Streuobstwiesen sind ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Biotop-, Arten- und Sortenvielfalt, der genetischen Vielfalt sowie zum Natur- und Klimaschutz. Das Projekt ist Teil der internationalen Kampagne „Ten Million Trees“.
  • Feuersalamander
    Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist an Quellbächen in deutschen Wäldern heimisch. Er steht als eine Leitart für die Gesundheit des Ökosystems Wald und kann bis zu 60 Jahre alt werden. Aber er hat ernsthafte Nachwuchs-Probleme: Die kleinen Larven haben keinen Ort zum sicheren Aufwachsen mehr oder sie verhungern einfach. Derzeit ist die Art bereits als „gefährdet“ eingestuft. Das wird ohne unsere Hilfe in ein paar Jahren leider noch viel dramatischer ausschauen.
  • Fischotter und Schreiadler willkommen!
    Im Frühjahr 2016 startet die DUH zwei neue Artenschutz-Projekte die dem Fischotter und dem Schreiadler hilft. Mit konkreten Lebensraumverbesserungen will sie die Verbreitung der beiden bedrohten Arten fördern. Damit baut die DUH ihr Engagement im Artenschutz noch weiter aus. (Bild: belizar / Fotolia)
  • Lebendige Wälder
    Große, unzerschnittene Waldgebiete sind wertvoll für den Artenschutz, die Naherholung und das Klima. In Lebendigen Wäldern gibt es standortgerechte und von selbst gewachsene Bäume und viel Platz für Sträucher und Kräuter, Alt- und Totholz, Lichtungen, Waldbäche und –tümpel. Dort fühlen sich Hirschkäfer und Schwarzspecht, Wildkatze und Schwarzstorch wohl.
  • Nationalpark Kellerwald
    Der Kellerwald im Norden Hessens ist seit 2004 Nationalpark! Den fast zehn Jahre dauernden Kampf für den Nationalpark hat die Deutsche Umwelthilfe ideell und finanziell unterstützt. BUND, NABU und HGON setzten sich gemeinsam für dieses wichtige Ziel ein.
  • Soonwald
    Der Soonwald südlich des Hunsrücks (Rheinland-Pfalz) gelegen ist ein wilder Wald, der von uralten Eichen und Buchen geprägt ist. Der Soonwald ist noch Heimat für Hirsche, Wildkatzen und die seltene Würfelnatter.