Mehr Grün für benachteiligte Quartiere!

Grünflächen in der sozialen Stadt

Benachteiligte Quartiere im Fokus

Die meisten Städte haben bestimmte Ecken, Quartiere oder ganze Stadtteile, die lieber gemieden werden, die einen schlechten Ruf haben, als gefährlich oder schmutzig gelten. Meist sind die Wohnhäuser in diesen Gebieten in einem unsanierten Zustand und das Wohnumfeld, z.B. die Grünflächen und Spielplätze, sind mangelhaft gestaltet. Oft wohnen in diesen strukturschwachen und oft stigmatisierten Vierteln auch überdurchschnittlich viele Menschen unterschiedlicher Kulturen und haben in der Türkei, Kroatien oder zum Beispiel dem Irak familiäre Wurzeln. Es ist außerdem charakteristisch, dass hier, im Vergleich zum Rest der Stadt, viele Menschen arbeitslos sind. In den städtebaulich als auch wirtschaftlich benachteiligten Vierteln sind Lebensqualität und Umweltgerechtigkeit niedriger als in anderen Teilen der Stadt. Um diesem Gefälle entgegenzuwirken befasst sich die Deutsche Umwelthilfe im Projekt „Grünflächen in der Sozialen Stadt“ mit benachteiligten Quartieren. Anwohnerinnen und Anwohner sollen die Chance haben, die Entwicklung im eigenen Quartier mitzubestimmen und Projekte umzusetzen. Viele der guten Beispiele grün-sozialer Quartiersentwicklungen basieren auf der Förderung des Bund-Länder Städtebauförderprogramms Soziale Stadt, das eine nachhaltige Entwicklung benachteiligter Gebiete unterstützt.

© Karola Warsinsky/ Fotolia
© QM Spandauer Neustadt Berlin

Die Potentiale von Grünflächen nutzen

In der Quartiersentwicklung werden meist unterschiedliche Projekte geplant und umgesetzt. Der Freiraum zwischen den Häusern und Straßen wird jedoch selten zum Thema gemacht. Und das, obwohl von der Nutzung und Entwicklung der Grün- und Freiflächen viele Menschen profitieren könnten. Zum Beispiel können Kinder über die Natur lernen und mit Insekten auf der Blumenwiese spielen. Oder die Bewohnerinnen und Bewohner bauen ihr eigenes Gemüse an. Diese Art von Aktionen ist nicht alleine Freizeitbeschäftigung, sondern sie hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit, die Bildung, Integration und den sozialen Zusammenhalt der Beteiligten. Überdies hinaus wird das Wohnumfeld in Partizipation gestaltet und erhält Identität. Auch der Ruf des Stadtteils verbessert sich womöglich.

Fortbildung

"Grün. Sozial. Wertvoll. Natur ins urbane Quartier holen!"

Die Fortbildungsreihe ist abgeschlossen. Sie können die Power-Point Präsentationen der Referentinnen und Referenten als Pdf-Dokument herunterladen. Viel Spaß beim Lesen.

Mehr Informationen zu unserer Fortbildung finden Sie hier:

Freitag | 7. Oktober 2016 | Quartier Westliches Ringgebiet
Quartierszentrum | Hugo-Luther-Straße 60A, 38118

Grünflächen als Raum für Natur und städtisches Leben
Silke Wissel, Deutsche Umwelthilfe

Stadtentwicklung und Gesundheit
Stefan Bräunling, Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit
Tina Hilbert, Clearingstelle Gesundheit für Quartiere der Sozialen Stadt Berlin

Geht nicht gibt es nicht! Beteiligungsprozesse zur Aneignung von Freiräumen.
Astrid Hölzer, Deutsche Umwelthilfe

Grünflächen in der Sozialen Stadt – Erfolgsfaktoren von guten Praxisbeispielen
Beatrice Lange, Deutsche Umwelthilfe

Soziale Stadt in Bielefeld – Sieker Gärten, Sieker Leben
Rolf Martin, freier Landschaftsarchitekt, Kultur-Verein(t)-Sieker e.V.

Grüner Ring – Städtische Grünkonzepte auf Quartiersebene umsetzen
Andrea Knüsting, Stadt Braunschweig, Stadtplanung/Stadterneuerung 

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Montag | 10. Oktober 2016 | Quartier Schöneberger Norden
Palladin Kochschule | Pallasstraße 14, 10781

Grünflächen als Raum für Natur und städtisches Leben
Silke Wissel, Deutsche Umwelthilfe

Grüne Zwischennutzung mit Brachen
Kathrin Hoyer, Stadtverwaltung Erfurt, Dezernat Wirtschaft und Umwelt

Zusammen wachsen – Erfahrungen und Praxistipps rund um Begrünungsvorhaben
Ines Fischer, Grüne Liga Berlin

Grünflächen in der Sozialen Stadt – Erfolgsfaktoren von guten Praxisbeispielen
Beatrice Lange, Deutsche Umwelthilfe

Urbanes Gärtnern bildet Nachbarschaft – Brachen werden Grün, Soziale Stadt Hellersdorfer Promenade
Sabine Antony, BA Marzahn-Hellersdorf v. Berlin, Karla Stierle, S.T.E.R.N. GmbH, Quartiersmanagement

Strategien zur Freiflächenentwicklung am Beispiel PallasPark
Alexander Meyer, AG SPAS e.V., QM Schöneberger Norden 

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Dienstag | 25. Oktober 2016 | Quartier Bad Cannstatt 20 / Hallschlag
Weinfactum eG, Rommelstr. 20, 70376

Grünflächen als Raum für Natur und städtisches Leben
Silke Wissel, Deutsche Umwelthilfe

Umweltbildung in sozialen Brennpunkten
Thomas Kappauf, Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Soziale und ökologische Potenziale urbaner Gemeinschaftsgärten – Erfahrungen aus der Praxis
Gudrun Walesch, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis

Grünflächen in der Sozialen Stadt – Erfolgsfaktoren von guten Praxisbeispielen
Beatrice Lange, Deutsche Umwelthilfe

Aufbau und Verstetigung der Gesundheitsförderung im Quartier – Beispiel Fürth
Eva Göttlein, Projektagentur Göttlein, Gesundheitsregion plus Fürth

Natur näher bringen – im Travertinpark, Soziale Stadt – Zukunft Hallschlag
Ulrike Bachir, Landeshauptstadt Stuttgart, Antje Fritz, Stadtteilmanagement Weeber und Partner 

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Mittwoch | 16. November 2016 | Düsseldorf – Quartier Flingern / Oberbilk
Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Bismarckstraße 90 | 40210 Düsseldorf

Grünflächen als Raum für Natur und städtisches Leben
Silke Wissel, Deutsche Umwelthilfe

Waldwärts – Praxisnahe Waldpädagogik im schulischen und außerschulischen Bereich
Michael Godau, GODAU media

Planung oder Nutzung: Welche Expertise(n) braucht es zur urbanen Grünflächengestaltung?
Dr. Dörte Martens, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Grünflächen in der Sozialen Stadt – Erfolgsfaktoren von guten Praxisbeispielen
Beatrice Lange, Deutsche Umwelthilfe

Vom Abwasserkanal zum Wassererlebnispfad in Gladbeck-Brauck
Regina Lewen, Stadt Gladbeck; Sebastian Ortmann, Emschergenossenschaft

Grüne Stadt-Oasen in Flingern und Oberbilk
Heidi Bartling, Gartenamt; Brigitte Kugler, Stadtplanungsamt

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Downloads & Dokumente

DUH Infoblatt

366 K

Hintergrund zum Projekt

Praxisbeispiele

1,18 M

Eine Auswahl an Praxisbeispielen

Infoblatt Soziale Stadt

1,50 M

Hintergrund zum Programm Soziale Stadt

Programm unserer Fortbildung

4,06 M

Mehr Infos zu unserer Fortbildung "Grün. Sozial. Wertvoll. Natur ins urbane Quartier holen!"

Weiterführende Links

Kontakt

Copyright:

Silke Wissel
Projektmanagerin kommunaler Umweltschutz
Tel.: 07732 9995-65
E-Mail: wissel@duh.de

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