Grüne Inseln für Alt und Jung

Senioren und Kinder engagieren sich für Bienen- und Streuobstwiesen

Honig- und Wildbienen sind in Not...

© Norbert Weiß/ Pixelio

Mögliche Ursachen für das massive Sterben von Honigbienen sind Pestizideinsatz, Krankheiten und mangelndes Nahrungsangebot aufgrund von Monokulturen.

Auch die Wildbienen sind auf dem Rückzug, viele Arten stehen bereits auf der Roten Liste. Blütenreiche Lebensräume mit geeigneten Nistmöglichkeiten für die vielen Wildbienenarten, auch in Siedlungsbereichen, sind ständig bedroht. Sie müssen dringend geschützt und ausgeweitet werden.

… und Streuobstwiesen ebenfalls!

© Fiedler/ DUH

Sie dienen nicht nur Bienen als wichtige Nahrungsquelle, sondern haben für zahlreiche Tiere eine große Bedeutung als Wohn-, Brut- und Schutzhabitat. Sie gehören zu den artenreichsten und vielfältigsten Biotopen unserer Kulturlandschaft und leisten v.a. mit alten Obstsorten einen hohen Beitrag zur Artenvielfalt. Durch ihren relativ hohen Pflegeaufwand gelten sie als betriebswirtschaftlich unrentabel und sind daher stark gefährdet!

Mit dem Projekt Grüne Inseln für Alt und Jung setzen wir uns für den Schutz der Bienen ein – u.a. durch Verbesserung der Nahrungspflanzen und Nistmöglichkeiten sowie für den Erhalt alter Obstsorten. Mit Senioren- und Kindergruppen werden in der Stadt und im Großraum Hannover zwölf Bienen- und Streuobstwiesen angelegt. Dabei unterstützt uns das Netzwerk Blühende Landschaft mit erprobten Handlungsempfehlungen.

Unsere Bienen- und Streuobstwiesen finden Sie auf der Umweltmitmachkarte.

Projektbausteine

In Tandemgruppen aus Alt und Jung – z.B. Kindergartenkinder mit Großeltern, Schüler/innen mit Seniorenheimbewohner/innen oder in Einzelgruppen sollen die folgenden Bildungsmaßnahmen durchgeführt werden.

  • Gemeinsame Planung und Anlage einer Bienenwiese und/oder Streuobstwiese
  • Workshops zu den Themen Bienen, Kräuter, Obst und ihre Bedeutung für Küche und Hausapotheke, Sinneserfahrungen, Kennenlernen von Bienenpflanzen und alten Obstsorten
  • Werkstätten mit Bau von Insekten- und Vogelnisthilfen, Herstellung von Heilmitteln, Obstsaft und Bienenwachskerzen
  • Exkursionen zum Institut für Bienenkunde in Celle bzw. zu einer Schülerimkerei
  • Bildung von Patenschaften für den langfristigen Erhalt der Biotope
  • Obstbaumschnittkurse für die Obstbaumpat/innen
  • Multiplikatorenfortbildung für Erzieherinnen, Lehrer/innen und Seniorenbetreuer/innen
  • Umsetzungshandbücher zu den Themen Bienenwiese und Streuobstwiese als Orientierungshilfe für die Umsetzung vergleichbarer Projekte
© Fiedler/DUH

 Die 24-seitige Broschüre „Es summt und brummt in der Bienenwiese“ gibt interessierten Lehrkräften, Erzieher/innen, Einrichtungsleiter/innen und Fachkräfte von Seniorenheimen und anderen Multiplikator/innen eine detaillierte, praktische Anleitung für die Anlage von Bienenwiesen. Außerdem werden zahlreiche Aktivitäten und Spielideen rund um das Thema Honig- und Wildbienen sowie den Biotoptyp Bienenwiese vorgestellt.

Diese Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 4 € bei der Deutschen Umwelthilfe, Regionalgeschäftsstelle Nord e.V., erhältlich.

Kontakt

Copyright:

Gabriele Nitschke
Leiterin der Bundesgeschäftsstelle Hannover
Tel.: 0511 390805-0
E-Mail: Mail schreiben

Dieses Projekt wird gefördert von:

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