Pkw auf dem Prüfstand!

Die Messungen

Prüfstand

Für Prüfstandmessungen beauftragt die DUH zertifizierte Institute wie die Fachhochschule Bern (BFH), die Technische Universität Prag und den TÜV Nord. Die Messungen werden im Labor durchgeführt. Sie orientieren sich an den offiziellen Prüfvorgaben zur Typgenehmigung für Pkw und erfassen alle relevanten Abgase sowie CO2-Emissionen. Darüber hinaus lässt die DUH zusätzliche Tests mit veränderten Zyklen durchführen. Ziel dieser Messungen ist es, Hinweise für das Vorhandensein illegaler softwarebasierter Abschalteinrichtungen zu finden. Diese stellen zwar eine umfassende Abgasreinigung unter Testbedingungen sicher, deaktivieren aber beim Betrieb der Fahrzeuge auf der Straße die Abgasreinigung, was zu deutlich erhöhten Abgasemissionen führt.

© DUH

Straße

Die DUH führt selbst Messungen mit mobilen Geräten (Portable Emission Measurement System, kurz PEMS) an Pkw im realen Fahrbetrieb durch. Dabei untersucht sie den Ausstoß an Stickoxiden (NOx) und Kohlenstoffdioxid (CO2). Ziel der Messungen ist es herauszufinden, ob die Fahrzeuge wie vorgeschrieben auch unter normalen Fahrbedingungen (also nicht im Labor) die Abgasvorschriften einhalten. Die DUH verwendet die Geräte Semtech NOx und Semtech FEM des Herstellers Sensors. Die Messungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DUH unter Anleitung durch den externen Berater Dr. Axel Friedrich durchgeführt.

Die Messungen erfolgen im normalen Straßenverkehr mit festgelegten Anteilen von Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn. Die Fahrer halten sich an die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sowie an die Hinweise der in den Fahrzeugen vorhandenen Schaltanzeigen. Jedes Fahrzeug durchläuft in der Regel zehn Tests. Die Ergebnisse führt die DUH einzeln auf, um die Plausibilität der jeweiligen Messreihe darzulegen und berechnet abschließend den Mittelwert. Auch die äußeren Konditionen, wie etwa die Außentemperatur sowie die genaue Fahrzeit und die Beschleunigungsphasen dokumentiert die DUH.

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Luft

Die DUH erfasst mit mobilen Messgeräten auch die Qualität der Umgebungsluft. Dabei misst sie die Anzahl der erfassten Partikel sowie den Rußgehalt in der Luft. Mit diesen Messungen hält die DUH fest, wie Holzfeuerung, Baumaschinen, Schienen- und Straßenfahrzeuge ohne wirksamen Partikelfilter auf die Luftqualität Einfluss nehmen. Die DUH verwendet dafür das Partikelanzahlmessgerät P-Trak ultrafeiner Partikelzähler, Modell 8525, TSI sowie das Rußmessgerät AethLabs microAeth, Modell AE51, Envilyse. Die Geräte werden vorschriftsmäßig gewartet. Die Messungen führen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DUH durch. Die Ergebnisse dieser Messungen geben Aufschluss über Belastungen durch ultrafeine, besonders gesundheitsgefährdende Partikel. Sie ersetzen nicht die ganzjährig durch die zuständigen Behörden durchgeführten stationären Messungen der Luftgüte, die rechtlich vorgeschrieben sind.

Downloads

Hintergrund: PEMS-Messungen

1,84 M

PEMS-Messungen Ergebnisse März 2016 - September 2017

342 K

PEMS-Messungen Ergebnisse März 2016 - September 2017

EKI-Bericht NOx und CO2-PEMS-Messungen

2,39 M

Kontakt

Copyright: DUH / Heidi Scherm

Dorothee Saar
Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung
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