Wir haben für Sie gemessen!

Die Ergebnisse

Erste Messergebnisse des Emissions-Kontroll-Instituts gab die DUH Anfang September 2016 bekannt. In Berlin stellte sie ihre bisher umfangreichste Abgasuntersuchung im realen Straßenbetrieb von 36 Diesel- sowie drei Benzin- bzw. Benzinhybridfahrzeugen der Abgasstufe Euro 6 vor. Obwohl die Messungen zwischen Mai und September 2016 bei überwiegend sommerlichen Temperaturen erfolgten, überschreiten 33 der 36 Dieselfahrzeugen den Stickoxid-Grenzwert von 80 mg/km um das bis zu 9,2-fache. 

Neueste Wintermessungen zeigen noch deutlich höhere Grenzwertüberschreitungen: Bei Außentemperaturen unter +17 Grad Celsius emittieren eine Reihe von Fahrzeuge mehr als 1000 mg NOx/km und die neueste Abgasnorm Euro 6 wird um mehr als das 17-fache überschritten.

Die Tatsache, dass eine geringe Anzahl an Fahrzeugen den Grenzwert unterschreiten, zeigt die grundsätzliche Machbarkeit einer wirksamen Abgasreinigung. Zur Pressemitteilung "Deutsche Umwelthilfe stellt Abgasuntersuchungen vor" und zur Pressemitteilung Deutsche Umwelthilfe stellt bei Winter-Abgastests von Euro 6 Diesel-Pkw auf der Straße bis zu 17,2-fache Überschreitungen der Stickoxid-Grenzwerte fest.

Welche Autos verpesten unsere Straßen am meisten?

Handlungsbedarf für bessere Luft

Alle Ergebnisse von Messungen Dritter sowie eigene Messungen dokumentiert die DUH umfassend, veröffentlicht sie auf ihrer Webseite und leitet sie an die entsprechenden Institutionen und Behörden auf nationaler und internationaler Ebene weiter. Die Messungen der Umgebungsluft werden durch umfassende Informationen über Messbedingungen sowie Charakteristik und Nutzung des Messortes und seiner Umgebung ergänzt. Dadurch soll es ermöglicht werden, an vergleichbaren Standorten auf vergleichbare potentielle Belastungen hinzuweisen. Es sind aussagekräftige Momentaufnahmen, die die aktuelle Situation vor Ort abbilden und den Handlungsbedarf für eine Verbesserung der Luftqualität verdeutlichen. In einer umfassenden und wirksamen Luftreinhalteplanung müssen diese durch Langzeitmessungen von Feinstaub und anderen Schadstoffen ergänzt werden.

Zum Schutz des Klimas und der Gesundheit behalten wir uns vor, mit Verweis auf diese Messungen Einsicht in die entsprechenden Umweltinformationen einzufordern und gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte, wie z.B. einen Antrag auf Entzug der Typgenehmigung bei Fahrzeugen, einzuleiten und politisch Einfluss zu nehmen.

 

 

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