Planung und Bau neuer Kohlekraftwerke

Fast die Hälfte der CO2-Emissionen in Deutschland stammt aus der Energiewirtschaft. Dabei belastet keine Form der Stromerzeugung das Klima mehr als die Verbrennung von Kohle. EnBW, Eon, RWE und Vattenfall aber auch Stadtwerke investieren in die Technik von gestern, indem sie neue Stein- und Braunkohlekraftwerke in Deutschland planen.

Allein die geplanten und in Bau befindlichen Kohlekraftwerke würden im Jahr 2050 mehr Klimagase ausstoßen als Deutschland insgesamt noch emittieren darf, wenn die international zugesicherten CO2-Redkutionszielen eingehalten werden sollen. Klar, ein neues Kohlekraftwerk wäre weniger klimaschädlich als ein altes. Aber die vergleichsweise geringe Einsparung durch die Wirkungsgradverbesserung reicht bei weitem nicht, um die Klimaziele, die die Bundesregierung international versprochen hat, zu erreichen. Zudem gibt es keine konkreten Pläne der Energieversorger, alte Kohleblöcke in nenneswertem Umfang stillzulegen. 

Wenn Deutschland seine Glaubwürdigkeit im Klimaschutz nicht verlieren will, muss insbesondere die Branche der Energieerzeuger einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung der Kohlendioxidemissionen leisten.

Mit neuen Kohlekraftwerken wird dies unmöglich!


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Kontakt

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Dr. Peter Ahmels
Leiter Energie und Klimaschutz
E-Mail: ahmels@duh.de

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