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Teurer, schwerer, umweltschädlicher: Neue Evian-Plastikflasche muss gestoppt werden

Berlin, Dienstag, 14.06.2016

Evian hat eine neue Einweg-Plastikflasche auf dem Markt. Nur leider ist „die Neue“ im Hause Evian nicht nur teurer, sondern auch noch 41 Prozent schwerer als die alte. Das führt zu jeder Menge Plastik, das die Umwelt belastet. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert deshalb vom Hersteller Danone Waters den Stopp des Verkaufs und einen Wechsel zu ökologischen Mehrwegflaschen mit regionaler Vermarktung.

© DUH
© DUH

Die DUH hat die neue Einweg-Plastikflasche für das französische Mineralwasser Evian als Mogelpackung mit fatalen Folgen für die Umwelt entlarvt. Die im April 2016 vom französischen Getränke- und Lebensmittelkonzern Danone Waters eingeführte „PET-Flasche“ ist kleiner, ihr Inhaltist 50 Prozent teurer geworden und sie besteht aus noch mehr Plastik. Trotz eines gesunkenen Füllvolumens von 1,5 auf 1,25 Liter ist die Evian-Einwegflasche um 41 Prozent schwerer geworden und wiegt damit fast so viel wie eine Mehrwegflasche aus Kunststoff. Sie besteht im Vergleich zum Vorgängermodell, für das 25 Prozent Recyclingmaterial eingesetzt wurde, nur noch aus Neumaterial, was die Klimabilanz weiter verschlechtert. Zusätzlich wird das Evian-Wasser über besonders lange Transportentfernungen von bis zu 1.300 Kilometern aus Frankreich nach Deutschland transportiert.

Die Einführung von derart schweren Einweg-Plastikflaschen ist ökologisch betrachtet der falsche Weg und offenbart die hemmungslose Profitgier international agierender Konzerne. Anstatt Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden, verschwendet Danone Waters fossile Rohstoffe.

Angesichts des aktuellen Beispiels besonders schwerer Einweg-Plastikflaschen  fordert die DUH Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf, hohe Ressourcenverbräuche mit entsprechend hohen Kosten zu belegen. Die Einführung einer Ressourcensteuer könnte solche Material-Exzesse verhindern.

„Wenn Einweg-Plastikflaschen verkauft werden, dann sollte alles dafür getan werden, um deren negative Umweltauswirkungen wenigstens zu reduzieren. Warum für die neue PET-Flasche von Evian kein Recyclingmaterial eingesetzt wird, erschließt sich nicht. Es zeigt vielmehr, dass Danone Waters der Umweltschutz gleichgültig ist“, sagt DUH-Recyclingexperte Thomas Fischer.

Nach Ansicht der DUH sollte Mineralwasser nicht über große Distanzen durch mehrere Länder transportiert werden. In Deutschland existieren mehr als 200 Brunnen, die ihr Wasser überwiegend in Mehrweg abfüllen. Verbrauchern steht damit eine breite Auswahl umweltfreundlich verpackter Wässer zur Verfügung, die mit durchschnittlich 260 Kilometern bis zum Endkunden nur halb so weit transportiert werden wie Einwegflaschen.

Einweg? Mehrweg? Hier gibt´s mehr zum Thema: „Das Problem Einweg-Plastikflasche“.

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