Fracking-Gesetze gefährden die Klimaschutz-Ziele

Am 11. Februar tritt das Fracking-Gesetzespaket der Großen Koalition in Kraft. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe:

Freitag, 10.02.2017
© DUH / Heidi Scherm

Ex-„Klimakanzlerin“ Angela Merkel sieht ganz offensichtlich keinen Widerspruch darin, an einem Tag öffentlichkeitswirksam ein ehrgeiziges Klima-Abkommen zu unterzeichnen, am nächsten der Förderung des klimaschädlichen Erdgases durch die Problemtechnologie Fracking das Wort zu reden und am übernächsten zur Klimakonferenz nach Bonn zu laden.

Während immer mehr europäische Staaten Fracking-Verbote aussprechen, macht die Bundesregierung es sich im fossilen Zeitalter bequem. Wenn wir jedoch unsere Klimaziele von Paris erreichen wollen, müssen wir konsequent auf saubere, nachhaltige Energie setzen – Technologien und Konzepte für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien sind längst vorhanden. Stattdessen macht die Große Koalition den Weg dafür frei, auch noch den letzten Tropfen fossiler Brennstoffe aus dem Boden zu pressen. Koste es, was es wolle und notfalls eben als „Forschungsprojekt“.

Unsere Hoffnung liegt nun auf den Landesregierungen: Bitte schieben Sie dem Fracking endlich und endgültig den Riegel vor! Denn die Bundesregierung hat sich beim Klimaschutz offenbar das Ziel gesetzt, in dieser Legislaturperiode auch noch ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit über Bord zu werfen.

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