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Deutsche Umwelthilfe fordert klaren Kurs des EU-Parlaments gegen Überfischung der Meere

Dienstag, 25.04.2017 Dateien: 1

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner zu EU-Subventionen für den Neubau von Fischfangflotten:

© DUH / Heidi Scherm

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEP) stimmen am 27. April über die Bereitstellung öffentlicher Gelder für den Neubau von Fischfangflotten in entlegenen Gebieten wie den Kanarischen Inseln oder La Réunion ab. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich in einem Netzwerk von 112 internationalen Organisationen gegen die Überfischung der Meere ein: Mit einem gemeinsamen Brief fordern die DUH und 111 weitere Organisationen die Europaabgeordneten auf, gegen derartige Subventionen zu stimmen. Initiator der gemeinsamen Aktion ist The Pew Charitable Trusts (PEW). Neben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sind als Mitzeichner Greenpeace, ClientEarth, WWF, BUND, Brot für die Welt, sowie zahlreiche weitere Organisationen aus den EU-Mitgliedsstaaten vertreten.

Bereits am 22. März dieses Jahres gab es nach Ansprache der MEPs einen ersten Erfolg zu verzeichnen: Der Fischereiausschuss stimmte gegen eine öffentliche Förderung für den Neubau von Fischfangflotten. Nun ist zu hoffen, dass die MEPs dieses Abstimmungsergebnis im Plenum unterstützen, die Position des EU-Parlaments von 2014 mittragen und an dem seit 2004 in Kraft stehenden Verbot, öffentliche Gelder für den Neubau von Fischereifahrzeugen einzusetzen, festhalten.

Die EU hat bereits vor über einem Jahrzehnt erfolgreich die Subventionierung des Baus neuer Fischereifahrzeuge verboten. Das Entwicklungsziel der Vereinten Nationen für Ozeane, Meere und Meeresressourcen (SDG14) fordert explizit bis 2020 die Abschaffung von Subventionen, die zu Überkapazitäten oder Überfischung beitragen. Die EU beteiligt sich aktiv an den Verhandlungen in der Welthandelsorganisation, diese Subventionen zu verbieten. Versuche, Subventionen für den Flottenneubau wieder einzuführen, untergraben das Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik auf EU-Ebene, die Überfischung zu beenden und senden das falsche politische Signal an die internationale Staatengemeinschaft.

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