Workshop II "Lebendige Flüsse und Kleine Wasserkraft"
Der zweite Workshop "Lebendige Flüsse und kleine Wasserkraft – Konflikt ohne Lösung" fand am 25.04.2006 im Büro am Fluss in Plochingen statt. Die Resonanz war erfreulich hoch. Etwa 50 Teilnehmer, darunter Wasserkraftwerksbetreiber, Fischereivertreter, Naturschützer, Vertreter des Umweltbundesamtes, des Bundesumweltministeriums und weiterer Behörden, Wasserbauingenieure und Wissenschaftler diskutierten lebhaft, aber sachlich Chancen und Möglichkeiten zu gemeinsamen Lösungen. Die zunehmende Dialogbereitschaft unter den verschiedenen Interessengruppen wurde mehrfach positiv hervorgehoben.
Einigkeit herrschte darüber, dass nur ein fortgesetzter Dialog den bestehenden Konflikt lösen könne. Als wesentlichen Beitrag dazu sieht man eine verstärkte Forschung, die die Diskussion sachlich untermauern soll. Diskutiert wurden des Weiteren das EEG und seine Auswirkungen auf den Gewässerschutz und die Kleine Wasserkraft. Hier bestand Uneinigkeit darüber, ob durch die um 2 Cent erhöhte Vergütung für die ökologische Verbesserung an Altanlagen das Ziel des verbesserten Gewässerschutzes erreicht wird und ob die ökologischen Anforderungen an die Anlagen angemessen sind. Die 2-Cent-Regelung wurde häufig als nicht wirtschaftlich bezeichnet, wobei auch ersichtlich wurde, dass die Frage „Was gilt als wirtschaftlich machbar?“ unterschiedlich beantwortet wird. Zur Evaluierung des EEG baten Vertreter der Behörden um Rückmeldung der betroffenen Gruppen.
Angesprochen wurde auch die mangelnde Kontrolle erfolgter ökologischer Maßnahmen. Verbesserte Monitoring- und Kontrollmechanismen wurden vor allem von Seiten des Naturschutzes und der Fischerei gefordert.
Der Vorschlag, Vorranggewässer für den Naturschutz auszuweisen und dort prioritär die Anforderungen der WRRL umzusetzen, fand überwiegend Zustimmung.
Weitere Themen waren Innovationen in der Wasserkrafttechnik, deren Anwendung womöglich bisher bestehende Konfliktpunkte gar nicht erst entstehen ließen, sowie ein neues Zertifizierungssystem für „Ökostrom“, das für den Verbraucher mehr Sicherheit bringt und eine neue Chance für die Vermarktung von „Ökostrom“ darstellt.
Downloads
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Workshop_kleine_Wasserkraft_25.04.06_Programm.pdf Themen und Referenten |
45 K |
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E._Reitter_Erfahrungen_mit_der_Umsetzung_des_EEG-Leitfadens.pdf Vortrag E. Reitter - Erfahrungen mit der Umsetzung des Leitfadens für die Vergütung von Strom aus Wasserkraft |
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J.Reiss_Wasserkraft_in_Baden-Wuerttemberg.pdf Vortrag J. Reiss - Vorstellung des gemeinsame Positionspapiers der Naturschutzverbände in Baden-Württemberg |
1.4 M |
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Vortrag T. Zahn - Vorstellung der Wasserkraftanlage Singen |
4.2 M |
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Vortrag G. Uhland - Vorstellung der Wasserkraftanlage Elz |
844 K |
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Vortrag E. Reitter - Vorstellung der Wasserkraftanlage Alfredstal |
1.7 M |
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Vortrag H.-J. Kastner - Die KataMax-Wasserkraftanlage-eine Chance zu mehr Ertrag aus der Wasserkraft |
3.1 M |
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F.Zotloeterer-Wasserwirbeltechnik.pdf Vortrag F. Zotlöterer - Wasserwirbeltechnik |
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Ritz-Atro_Wasserkraftschnecken.pdf Die Wasserkraftschnecke der Firma RitzAtro |
697 K |
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M.Schneider_greenhydro_Verfahren.pdf Vortrag M. Schneider - Das greenhydro Verfahren zur Zertifizierung von Strom aus Wasserkraft |
2.2 M |
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Pressemitteilungen
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- 01.07.2010 - Bewegung für lebendige Flüsse – die Sternradtour 2010 zwischen Elbe und Rhein
- 28.06.2010 - Haus- und Straßensammlung 2010 im Südwesten Deutschlands erfolgreich
- 24.06.2010 - zeo2-Titel 3/2010: „Schluss mit lustig“
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