Kommentar zur Entscheidung des EU-Parlaments über saubere Luft

Am heutigen Mittwoch hat das EU-Parlament über die Luftqualität in Europa abgestimmt. Die Abstimmung zur so genannten NEC Direktive kommentiert Dorothee Saar, Leiterin des Bereichs Verkehr und Luftreinhaltung:

© Marggraf / DUH


28. Oktober 2015

Das EU-Parlament ist in weiten Teilen den Empfehlungen der deutschen und europäischen Umweltverbände gefolgt. Es ist erfreulich, dass der Kommissionsvorschlag um verbindliche Minderungsziele für alle Schadstoffe für das Jahr 2025 ergänzt wurde. Ausdrücklich begrüßen wir die Bestätigung des Quecksilber-, Methan- und Ammoniakreduktionsziels gegen den Druck vor allem von Seiten der Agrarlobby, die in den letzten Wochen und Tagen die Ziele für Methan- und Ammoniakheftig attackiert hatten.

Im nächsten Schritt werden sich nun die Mitgliedstaaten mit dem Gesetz beschäftigen. Wir fordern die deutsche Bundesregierung und allen voran die federführend zuständige Bundesumweltministerin Hendricks auf, sich eindeutig für saubere Luft in Europa einzusetzen. Dazu gehören neben ambitionierten Zielen für PM 2,5 und Stickoxid auch die Verankerung von Minderungsvorgaben für Methan und Ammoniak, so wie sie das Parlament heute bestätigt hat.

Pressemitteilung vom 26.10.2015:
Entscheidung zur Luftqualität in Europa: Chance für saubere Luft ergreifen.

Mehr Informationen zur NEC-Richtlinie.