Aktiv gegen Verbrauchertäuschung

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In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist bereits seit Jahren entschieden, dass eine umweltfreundliche Werbeaussage nur dann gemacht werden darf, wenn aus der Werbung hervorgeht, welchen umweltbezogenen Vorzug das beworbene Produkt hat. Die DUH stellt vermehrt fest, dass mit Selbstverständlichkeiten geworben wird (z.B. „FCKW-frei“, obwohl FCKW sowieso verboten sind), scheinbare umweltbezogene Vorzüge eines Produkts mit Phantasieangaben beworben werden („20 % weniger Stromverbrauch“ – im Vergleich zu was?) oder dreist eine nicht vorhandene Umweltfreundlichkeit von Produkten behauptet wird.
Als klageberechtigter Umwelt- und Verbraucherschutzverband geht die DUH auch mit juristischen Mitteln gegen Verbrauchertäuschung vor, wenn die werbenden Unternehmen ihr rechtswidriges Verhalten nicht unterlassen. So konnte die DUH jüngst mittels eines Klageverfahrens erreichen, dass ein Hersteller hochmotorisierter PKW seine Modelle nicht mehr damit bewerben darf, dass sie „wenig Emissionen“ hätten, obwohl sie bis zu 289 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen.
Unsere einzelnen Aktivitäten
Einwegbecher aus Bioplastik: Umweltbetrug in Fußballstadien
Biokunststoffbecher aus Bundesligastadien landen in der Verbrennung statt in der Kompostierung. Die Deutsche Umwelthilfe prangert Öko-Schwindel an und mahnt die Biokunststoffindustrie wegen irreführender Werbeclaims ab. Plastikbecher aus Maisstärke sind nicht klimaneutral und belasten die Umwelt stärker als Mehrwegbecher. Mehr Infos
Ramsch-Energiesparlampen: DUH stoppt BILD und Rewe bei irreführender Werbung
Die DUH erwirkte vor dem Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung gegen BILD: Verbrauchertäuschende Anzeige für Energiesparlampen zur „Aktionswoche zur Nachhaltigkeit“ ist nicht zulässig. Die Lampen wurden mit der Energieeffizienzklasse A beworben, obwohl sie nur die Kriterien der Effizienzklasse B erfüllten. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch warnt beim Kauf von Energiesparlampen vor „Billigware“ mit niedriger Qualität. Mehr Infos
Wenig Emissionen? - Irreführende Werbung für PS-Monster
Das Landgericht Frankfurt am Main bestätigt die Auffassung der DUH: Jaguar Deutschland darf nicht mit „wenig Emissionen“ werben. Die Werbung mit nicht vorhandenen Umwelteigenschaften von Jaguar-Modellen ist irreführend und missachtet Verbraucherrechte. Mehr Infos
"Umweltprämie" ohne Umweltnutzen
Renault zieht auf Druck der DUH irreführende Werbung mit einer „Umweltprämie“ zurück, die nichts mit den Belangen des Umwelt- und Klimaschutzes zu tun hat. Mehr Infos
Geschönte Spritverbräuche der Autobauer
Mancher Autokäufer wundert sich über den Spritverbrauch seines Pkw: Der Neuwagen verbraucht deutlich mehr Kraftstoff als vom Hersteller angegeben. Der Grund dafür sind kreative Messmethoden der Hersteller. Mehr Infos
Rasen für den Klimaschutz
Die Volkswagen AG bejubelte in Anzeigen den neuen Power-Golf mit einem Spritverbrauch von angeblich 5,3 Liter/100 km „und das bei einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h“. Nach Ansicht der DUH rief VW damit zum „Rasen für den Klimaschutz“ auf. Nach Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vor dem Landgericht Braunschweig verzichtet VW auf die Veröffentlichung der Anzeige. Mehr Infos
Dosenlobby gescheitert: Wie Dosenhersteller Bierbüchsen ökologisch schön rechnen lassen
Der Marktanteil der Getränkedose verweilt seit dem Dosenpfand im Promillebereich der Getränkeverpackungen. Mit einer besonders dreisten Kampagne versuchte die Einweg-Getränkelobby ein Comeback der Bierdose im Öko-Outfit. Die Industrie ließ das Mehrwegsystem mit nachweislich falschen Annahmen zu Umlaufquoten und Transportentfernungen schlecht rechnen. Mehr Infos
Molke-Mogelpackung: Gericht stoppt dreiste Umgehung der Pfandpflicht
Eine Klage gegen Vertreiber angeblicher Molke-Erfrischungsgetränke war erfolgreich. In einem Urteil mit Signalwirkung für Produzenten angeblicher Molkegetränke entschied das Landgericht Düsseldorf im Oktober 2010, dass der pfandfreie Vertrieb von Getränken mit wasserähnlichen Zusätzen aus Molke nicht gesetzeskonform ist. Damit ist die gezielte Umgehung der Pfandpflicht für Erfrischungsgetränke in Getränkedosen gescheitert. Mehr Infos
Pressemitteilungen
- 16.05.2012 - Einladung zur Journalistenreise: Mehrweg hat mehr auf dem Kasten
- 11.05.2012 - OCEAN2012-Verbände: Schluss mit Steuergeldern für Überfischung
- 10.05.2012 - Zur verbalen Entgleisung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) im Wiesbadener Landtag erklärt die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH):
- 07.05.2012 - 6. DUH-Politiker-Dienstwagen-Check: Enttäuschende Klimabilanz
- 02.05.2012 - Gemeinsame Pressemitteilung: Umweltverbände protestieren in Berlin gegen „schmutzige“ Dieselruß-Busse und für saubere Luft









