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Um das Bewusstsein für die urbane Biodiversität zu schärfen, wurde das Thema Umweltgerechtigkeit in den kommunalen Wettbewerb „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ aufgenommen. Unter der Überschrift „Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit“ bildet es – neben „Natur in der Stadt“ – ein Schwerpunktthema des Wettbewerbs.
Nicht alle Siedlungsgebiete oder Stadtteile sind gleichermaßen mit lebenswerten Grünflächen ausgestattet. Dabei ist der unmittelbare Nutzen von naturnahen Grünflächen für die Anwohner groß: sie bieten Raum für Spiel, Sport und Erholung und sind damit ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Auch ist deren Vorhandensein eine Grundvoraussetzung für Umweltbildung, denn das Erleben und Erfahren von Natur außerhalb des Stadtgebietes ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dabei rückt auch der Bereich der „Umweltgerechtigkeit“ besonders ins Blickfeld, da nicht alle Siedlungsgebiete oder Stadtteile gleichermaßen mit lebenswerten Grünflächen ausgestattet sind und für entsprechende Bildungsangebote zur Verfügung stehen. Eine Frage der Umweltgerechtigkeit bei der Förderung von Natur in der Stadt ist es also, dass alle Einwohner gleichermaßen von Erholungsräumen profitieren und Zugang zu Bildungsmöglichkeiten im Umweltbereich haben.
Innerhalb des Wettbewerbs können Best-Practice-Projekte zum Thema Umweltgerechtigkeit und Biodiversität in der Stadt eingereicht werden. Ein Projekt aus dem Bereich Umweltgerechtigkeit und Umweltbildung wird besonders ausgezeichnet und mit einem Preisgeld von 5.000 Euro bedacht.
Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 50.000 Euro vergeben.
Umweltgerechtigkeit und Umweltbildung im Wettbewerb Bundeshauptstadt der Biodiversität
Nicht alle Siedlungsgebiete sind aber gleichermaßen mit lebenswerten Grünflächen ausgestattet. So stellt der „Gesundheitsbericht für Deutschland“ des Statistischen Bundesamtes von 1998 fest, das am Wohnungsmarkt benachteiligte Gruppen häufiger in Stadtteilen leben, die wenige Grünflächen aufweisen. Der gerechte Zugang und die gleichmäßige Verteilung von Grünflächen im urbanen Raum sind aber von wichtiger Bedeutung, damit alle Bevölkerungsgruppen in der Gesellschaft von den positiven Auswirkungen von Natur in der Stadt gleichermaßen profitieren können. Die Gelegenheit der Naturerfahrung ist eine wichtige Voraussetzung, um Naturschutz und Nachhaltigkeit kennenzulernen. Die erfolgreichste Umweltbildung ist es daher aus unserer Sicht, wenn Naturerfahrungsräume im unmittelbaren Wohnumfeld zur Verfügung stehen, auch zum Beispiel in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen.
Ein wichtiges Anliegen bei der Förderung von Natur in der Stadt ist es daher, vorhandenen Defiziten in der Grünflächenausstattung entgegenzuwirken. Natur kann auf degradierten Flächen wieder etabliert werden. Alle Einwohner brauchen gleichermaßen Zugang zu wohnungsnahen und lebenswerten Erholungsräumen sowie Zugang zu Bildungsmöglichkeiten im Umweltbereich.
Mehr zum Wettbewerb finden Sie unter www.biodiversitaetskommune.de
Fotos (v.o.):
© Rainer Sturm | Alte Allee in der Stadt mitten im Ruhrpott © Heinrich Lange | Storch in Berlin © Christine-Braune | alle Bilder www.pixelio.de
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