Mehrweg-Verpackungen

Als Mehrweg bezeichnet man Verpackungen, die nach dem Gebrauch gereinigt und erneut als Verpackung genutzt werden, wodurch deutlich weniger Verpackungsmüll entsteht. Das entspricht der sogenannten Abfallhierarchie, die Vermeidung und Wiederverwendung vor dem Recycling und der sonstigen Verwertung vorschreibt. Mehrwegverpackungen schonen durch Ihren mehrmaligen Einsatz natürliche Ressourcen und Energie – und damit auch die Umwelt und das Klima.

Wie sehr Mehrwegverpackungen zur Abfallvermeidung beitragen kann wird durch ein einfaches Rechenbeispiel deutlich: Ein einziger Mineralwasser-Kasten mit 12 grünen Mehrwegglasflaschen (0,75 Liter), die durchschnittlich 53 Mal wiederbefüllt werden, ersetzt ganze 480 PET-Einwegflaschen (1,0 Liter). Mehrwegflaschen sparen aber nicht nur natürliche Ressourcen bei der Herstellung, sondern führen durch die meist regionale Distribution auch zu kürzeren Transportwegen. Mehrwegflaschen legen auf dem Weg zu den Verbrauchern durchschnittlich nur 258 km zurück, Einwegflaschen mit 482 km fast das doppelte.

Nach zahlreichen Umläufen werden defekte Mehrwegflaschen aussortiert und im Rahmen eines hochwertigen Recyclings ihrem zweiten Kreislauf zur Herstellung neuer Flaschen zugeführt. Glas von Mehrwegflaschen dient sich in Form von Altglasscherben selbst als Rohstoff und lässt sich beliebig oft einschmelzen – ein geschlossener Stoffkreislauf.

Einzelne Projekte und Informationen

  • Aktiv gegen Verbrauchertäuschung
  • Becherheld - Mehrweg to Go
    Sei ein Becherheld - und kämpfe mit dem Mehrwegbecher gegen die Flut von Papp- und Plastikbechern, die uns überrollt.
  • Coca-Cola killt Mehrweg!
    Coca-Cola Deutschland steigt aus dem Mehrwegsystem aus. Nach Berechnungen der DUH sinkt die Mehrwegquote von Coca-Cola mit der jetzt bekannt gewordenen Umstellung von 56 auf nur noch 42 Prozent. Das führt zu deutlich höheren Umweltbelastungen und gefährdet allein bei Coca-Cola Deutschland bis zu 1.000 Arbeitsplätze. (Bild: DUH)
  • Glas-Mehrweg
    Glas ist ein natürliches Material und kann unendlich oft wieder eingeschmolzen werden, ohne dass die Qualität abnimmt. Weite Transporte von Glasflaschen lohnen nicht, sie machen Glas-Mehrweg teurer und belasten die Ökobilanz. Der regionale Glas-Kreislauf ist angestammt – und angebracht. Er bleibt erhalten und mit ihm regionale Wirtschaftsstrukturen und kulturelle Räume.
  • Gute Mehrwegbeispiele
    Um auf die beeindruckende Vielfalt der in Mehrweg abgefüllten Produkte und auf die zahlreichen positiven Aspekte hinzuweisen, veröffentlicht die Deutsche Umwelthilfe erneut eine Sammlung von zehn guten Mehrwegbeispielen.
  • Mehrweg ist Klimaschutz
    In der Kampagne "Mehrweg ist Klimaschutz" haben sich 2009 fast 5000 Unternehmen zu einer Allianz für Mehrweg zusammengeschlossen. Mehrwegflaschen minimieren zum einen den Verpackungsmüll. Zum anderen macht der CO2-Ausstoß beim Transport von Mineralwasser in Mehrwegflaschen die Hälfte des CO2-Ausstoßes beim Transport von Wasser in Einwegflaschen aus Plastik aus.
  • Mehrweg-Innovationspreis
    Der Mehrweg-Innovationspreis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme von der Deutschen Umwelthilfe verliehen.
  • Mehrwegbecher im Stadion
    Beim Ausschank von Getränken auf Großveranstaltungen sind Mehrwegbechersysteme Einwegbechern ökologisch deutlich überlegen. Einwegbecher aus biologisch abbaubaren Kunststoffen sind keine umweltfreundliche Alternative.
  • ReUse Conference 2015
    DUH is one of the organizers of the 5th ReUse-Conference which combines the different perspectives of NGOs, industries, labour unions and trading enterprises focusing on refillable packaging. The conference will take place on 25 March 2015 at Radisson Blu EU Hotel in Brussels. (Bild: Barthel / DUH)