Mehrweg-Verpackungen
Als Mehrweg bezeichnet man Verpackungen, die nach dem Gebrauch gereinigt und erneut als Verpackung genutzt werden, wodurch deutlich weniger Verpackungsmüll entsteht. Das entspricht der sogenannten Abfallhierarchie, die Vermeidung und Wiederverwendung vor dem Recycling und der sonstigen Verwertung vorschreibt. Mehrwegverpackungen schonen durch Ihren mehrmaligen Einsatz natürliche Ressourcen und Energie – und damit auch die Umwelt und das Klima.
Wie sehr Mehrwegverpackungen zur Abfallvermeidung beitragen kann wird durch ein einfaches Rechenbeispiel deutlich: Ein einziger Mineralwasser-Kasten mit 12 grünen Mehrwegglasflaschen (0,75 Liter), die durchschnittlich 53 Mal wiederbefüllt werden, ersetzt ganze 480 PET-Einwegflaschen (1,0 Liter). Mehrwegflaschen sparen aber nicht nur natürliche Ressourcen bei der Herstellung, sondern führen durch die meist regionale Distribution auch zu kürzeren Transportwegen. Mehrwegflaschen legen auf dem Weg zu den Verbrauchern durchschnittlich nur 258 km zurück, Einwegflaschen mit 482 km fast das doppelte.
Nach zahlreichen Umläufen werden defekte Mehrwegflaschen aussortiert und im Rahmen eines hochwertigen Recyclings ihrem zweiten Kreislauf zur Herstellung neuer Flaschen zugeführt. Glas von Mehrwegflaschen dient sich in Form von Altglasscherben selbst als Rohstoff und lässt sich beliebig oft einschmelzen – ein geschlossener Stoffkreislauf.
Einzelne Projekte und Informationen
- Aktiv gegen Verbrauchertäuschung
- Glas-MehrwegGlas ist ein natürliches Material und kann unendlich oft wieder eingeschmolzen werden, ohne dass die Qualität abnimmt. Weite Transporte von Glasflaschen lohnen nicht, sie machen Glas-Mehrweg teurer und belasten die Ökobilanz. Der regionale Glas-Kreislauf ist angestammt – und angebracht. Er bleibt erhalten und mit ihm regionale Wirtschaftsstrukturen und kulturelle Räume.

- Gute MehrwegbeispieleUm auf die beeindruckende Vielfalt der in Mehrweg abgefüllten Produkte und auf die zahlreichen positiven Aspekte hinzuweisen, veröffentlicht die Deutsche Umwelthilfe erneut eine Sammlung von zehn guten Mehrwegbeispielen.

- Mehrweg ist KlimaschutzIn der Kampagne "Mehrweg ist Klimaschutz" haben sich 2009 fast 5000 Unternehmen zu einer Allianz für Mehrweg zusammengeschlossen. Mehrwegflaschen minimieren zum einen den Verpackungsmüll. Zum anderen macht der CO2-Ausstoß beim Transport von Mineralwasser in Mehrwegflaschen die Hälfte des CO2-Ausstoßes beim Transport von Wasser in Einwegflaschen aus Plastik aus.
- Mehrweg-FilmpreisMit dem Mehrweg-Filmpreis werden Filme gewürdigt, welche auf außergewöhnliche Art einen neuen Blick auf die Vielfalt, Vielseitigkeit und Zeitlosigkeit der Glas-Mehrwegsysteme werfen.
- Mehrweg-InnovationspreisDer Mehrweg-Innovationspreis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme von der Deutschen Umwelthilfe verliehen.
- Mehrweg-ZeichenGemeinsam mit anderen Umweltverbänden und mit zahlreichen Unternehmen der Getränkeherstellung sowie des Getränkehandels hat die DUH den bundesweiten Arbeitskreis Mehrweg gegründet.

- Prominente für Mehrweg"Mehrweg ist Klimaschutz" - dafür stehen nicht nur Verbände und die umweltbewusste Getränkeindustrie - auch viele Prominente unterstützen uns und unsere Kampagne. Bekannte Gesichter aus Funk, Fernsehen und Politik setzen auf Mehrweg - dem Klima zuliebe.
- Schutz für Mehrweg Durch die Zunahme von umweltschädlichen Einweg-Verpackungen sind kleine und mitteständische Mehrwegabfüller stark bedroht. Deshalb muss das weltweit einmalige deutsche Mehrwegsystem stabilisiert und gefördert werden. Um das zu erreichen, macht sich die Allianz pro Mehrweg für entsprechende Maßnahmen stark.

Pressemitteilungen
- 16.05.2012 - Einladung zur Journalistenreise: Mehrweg hat mehr auf dem Kasten
- 26.04.2012 - Kampagne „Mehrweg ist Klimaschutz“ ruft zum umweltfreundlichen Kauf von Getränken auf
- 27.03.2012 - Mehrweg-Innovationspreis 2012: Neue Ideen rund um umweltfreundliche Glas-Mehrwegflaschen gesucht
- 21.02.2012 - Deutsche Umwelthilfe stoppt Öko-Schwindel des VfB Stuttgart
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe





