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Hintergrund

Reifen spielen eine wesentliche Rolle im Hinblick auf die Umweltauswirkungen eines Fahrzeuges und des Straßenverkehrs insgesamt. Die Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs sind in den EU 27 zwischen 1990 und 2005 um 26 Prozent gestiegen und gegenwärtig verantwortlich für etwa ein Viertel der Gesamtemissionen von CO2. Gerade die Emissionen im Straßenverkehr wachsen in alarmierendem Umfang und unterminieren die Bemühungen und Erfolge beim Klimaschutz in anderen Sektoren.

Der vom Straßenverkehr verursachte Lärm bewirkt ein ernstes und weit verbreitetes Gesundheitsrisiko. 44 Prozent der EU Bürger sind Straßenlärm und den damit verbundenen hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. In Deutschland fühlen sich 60 Prozent der Menschen von Straßenverkehrslärm belästigt. Lärm verursacht Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Probleme und erschwert Konzentrations- und Lernfähigkeit.

Reifen sind bei einer Geschwindigkeit über 30 km/h für den Großteil des Lärms der von Fahrzeugen ausgeht, verantwortlich. Leichtlaufreifen können Lärm- und Schadstoffemissionen deutlich verringern und sind so ein sinnvolles Instrument um einen nachhaltigen Beitrag zu Lärm- und CO2-minderung im Straßenverkehr leisten, ohne dabei die Verkehrssicherheit zu verringern.

Aus diesem Grund engagiert sich die Deutsche Umwelthilfe im Zuge einer nachhaltigen Verkehrspolitik auch für die Verbesserung der Reifenperformance. Diese Verbesserung trägt ganz wesentlich zur Verringerung der negativen Umweltauswirkungen des Straßenverkehrs, unter anderem der Ausstoß schädlicher Klimagase, sowie die vom Verkehr ausgehende Lärmbelastung bei.

Dazu hat sie sich die DUH aktiv bei der Festlegung der Grenzwerte und der Ausgestaltung der Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf die Kraftstoffeffizienz (Energieverbrauch) und andere wesentliche Parameter auf EU-Ebene eingesetzt.