Verkehr & Luftreinhaltung


Luftreinhaltung

Der Verkehrssektor emittiert eine Vielzahl von Luftschadstoffen, die schädlich für Menschen, Tiere und das Klima sind, aber auch Pflanzen, Gewässer, Böden und sogar Bauwerke und Materialien angreifen. Dazu zählen Feinstaub (PM10), Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Blei sowie Ozon (O3). Die höchsten Belastungen treten in verkehrsreichen Ballungsräumen auf. Die Abgase von Lastwagen, Pkw, Bussen, aber auch von Baumaschinen und Diesellokomotiven verursachen Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Allein in Deutschland sterben nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EEA) jährlich ca. 59.500 Menschen, in der EU insgesamt 403.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Feinstaubbelastung. Zudem beschleunigen unsere Dieselruß-Emissionen den Klimawandel, da sie von den Luftströmungen der Nordhalbkugel insbesondere in die Arktis und auf die Gletscher der Hochgebirge getragen werden und dort eine beschleunigte Eisschmelze verursachen.

Unsere aktuellen Projekte zum Thema Luftreinhaltung

  • Ammoniak
    Der letzte Bericht zur Luftqualität in Europa bezifferte mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr aufgrund von Feinstaubbelastung. Deutschland darf nach EU Recht nicht mehr als 550 kt Ammoniak pro Jahr ausstoßen. Die nationale Emissionshöchstmenge für Deutschland von 550 kt . Diesel Menge wurde zwischen 2005 und 2013 jedes Jahr überschritten. Dabei stehen kostengünstige und effektive Maßnahmen zur Minderung zur Verfügung und sollten dringend umgesetzt werden.
  • Austauschkatalysatoren
    Nach DUH-Schätzungen sind in Deutschland eine Million Pkw mit Austauschkatalysatoren auf den Straßen unterwegs, die die schädlichen Emissionen kaum oder gar nicht mindern. Die DUH hat deshalb den Blauen Engel für Austauschkatalysatoren initiiert und engagiert sich dafür, dass er zum Marktstandard wird. Außerdem kämpft sie für eine Verschärfung der Zulassungsregeln sowie der Abgasuntersuchung. (Bild: Nejron Photo / Fotolia)
  • Clean Air
    Pünktlich zum europäischen „Jahr der Luft“ haben sich neun europäische Umwelt- und Verbraucherschutzverbände im Projekt Clean Air zusammengeschlossen, um für saubere Luft in Europa zu kämpfen.
  • Clean Heat
    Kleine und mittlere Holzfeuerungsanlagen emittierten europaweit mittlerweile mehr Feinstaub und Ruß als Verbrennungsmotoren im Verkehrsbereich. Mit dem EU-geförderten Projekt „Clean Heat“ setzt sich die DUH für sauberes Heizen und verminderte Emissionen aus Holzfeuerungsanlagen ein. (Bild: Kaare Press-Kristensen)
  • Dieselgate
    Der Kampf für saubere Luft braucht einen langen Atem. Bereits zur IAA 2007 enthüllte die DUH erstmals im Detail den Betrug der Autokonzerne bei Abgaswerten und Spritverbrauch und forderte das Bundesverkehrsministerium und Kraftfahrtbundesamt auf, dagegen einzuschreiten. (Bild: Maximilian Geis / DUH)
  • Feinstaub
    Feinstaub belastet als Teil der Atemluft unsere Gesundheit und unser Klima. Aber woher kommt Feinstaub, aus was besteht er und warum wirkt er sich negativ auf die menschliche Gesundheit und das Klima aus? Welche gesetzlichen Regelungen gibt es und in inwieweit sind sie ausreichend? Wie wirken Umweltzonen und welche weiteren Maßnahmen zur Reduktion von Feinstaub gibt es?
  • Fluglärm
    Die DUH beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Auswirkungen, welche die Flugrouten des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) für die betroffenen Gemeinden und die Umwelt haben werden. (Bild: Holzmann / DUH)
  • Handgeführte Maschinen
    Emissionen aus Verbrennungsmotoren tragen wesentlich zur Belastung der Luft mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen bei. Auch für handgeführte Maschinen, z.B. Kettensägen und Motorsensen, gibt es Grenzwerte. Diese werden aber bisher kaum kontrolliert.
  • Luftreinhaltung
    Feinstaub, hier insbesondere Dieselrußemissionen, und Stickoxide (NOx) sind Luftschadstoffe, die zu wesentlichen Anteilen vom Verkehr produziert werden. Die negativen Auswirkungen auf Mensch und Klima sind enorm. Deshalb setzt sich die Deutsche Umwelthilfe dafür ein, dass alle mobilen und stationären Dieselmotoren mit einer wirksamen und zuverlässigen Abgasreinigungstechnik ausgestattet werden, um Rußpartikel und NO2 Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren.
  • Methan
    Methan gehört zu der Gruppe der kurzlebigen Klimaschadstoffe. Es ist gleichzeitig ein starkes Treibhausgas und wirkt sich durch die Umwandlung in bodennahes Ozon negativ auf die Luftqualität aus. Zum Schutz von Gesundheit und Umwelt engagiert sich die DUH für eine Minderung von Methan auf nationaler und europäischer Ebene. (Bild: creativenature.nl / Fotolia)
  • Russfreie Baumaschinen
    Die DUH fordert aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eine Filterpflicht für dieselbetriebene Baumaschinen. Das Projekt „Rußfrei-Bauen“ erklärt die Hintergründe und zeigt Lösungen auf.
  • Rußfrei für's Klima
    Dieselruß schadet der menschlichen Gesundheit und dem globalen Klima. Deshalb setzen wir uns in der Kampagne „Rußfrei fürs Klima“ gemeinsam mit anderen Umweltverbänden für die Ausstattung aller Dieselmotoren mit wirksamen Partikelfiltern ein.
  • Umweltzonen
    Umweltzonen sind eine wichtige Maßnahme zur Reduktion der gesundheits- und klimaschädlichen Feinstaubbelastungen vor allem in Städten und Ballungsgebieten. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich aufgrund der nach wie vor hohen Feinstaubbelastungen in Deutschland für eine Ausweitung und Verschärfung der Umweltzonenregelung ein - auch mit Hilfe von Musterklagen.